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Orban fordert Kurswechsel: Ungarns Premier will Russland-Sanktionen wegen Iran-Krieg beenden

Der Krieg im Iran sorgt für neue Spannungen in Europa. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban fordert ein Ende der Sanktionen gegen Russland – und begründet dies mit der eskalierenden Lage im Nahen Osten.

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Foto: depositphotos

Orban fordert Ende der Russland-Sanktionen

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat angesichts des eskalierenden Kriegs zwischen den USA, Israel und dem Iran ein Ende der Sanktionen gegen Russland gefordert. Nach seiner Ansicht verschärfen die Strafmaßnahmen gegen Moskau die wirtschaftlichen Probleme in Europa zusätzlich.

Orbán argumentiert, dass die geopolitische Lage durch den Konflikt im Nahen Osten ohnehin angespannt sei. Die europäischen Staaten müssten deshalb ihre Energiepolitik neu bewerten und wirtschaftliche Stabilität stärker in den Mittelpunkt stellen.

Energiepreise und Wirtschaft im Fokus

Der ungarische Regierungschef verwies darauf, dass die Energiepreise in Europa weiterhin stark von internationalen Konflikten beeinflusst werden. Durch den Krieg im Iran und mögliche Störungen wichtiger Öltransportrouten könnten sich die Preise weiter erhöhen.

Orbán sieht deshalb die Sanktionen gegen Russland als zusätzlichen Belastungsfaktor für die europäische Wirtschaft. Seiner Ansicht nach erschweren sie den Zugang zu günstiger Energie und verschärfen wirtschaftliche Risiken für Unternehmen und Verbraucher.

Ungarn verfolgt eigene Russlandpolitik

Ungarn verfolgt seit Beginn des Ukraine-Kriegs eine deutlich eigenständigere Linie innerhalb der Europäischen Union. Während viele EU-Staaten harte Sanktionen gegen Moskau unterstützen, hat Budapest wiederholt Vorbehalte geäußert.

Orbán hatte bereits mehrfach erklärt, dass Sanktionen aus seiner Sicht mehr Schaden für Europa als für Russland verursachen würden. Deshalb plädiert seine Regierung seit längerem für eine Neubewertung der Maßnahmen.

Streit innerhalb der Europäischen Union

Die Forderung nach einem Ende der Sanktionen dürfte die Spannungen innerhalb der EU weiter verschärfen. Viele Mitgliedsstaaten sehen die Maßnahmen als wichtiges politisches Instrument im Umgang mit Russland.

Währenddessen verschiebt der Krieg im Iran zunehmend den geopolitischen Fokus. In mehreren europäischen Hauptstädten wächst die Sorge, dass sich wirtschaftliche und sicherheitspolitische Krisen gleichzeitig verschärfen könnten.

TS
Quellen: n-tv.de