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Proteste in den USA: Anwohner verlangen Maßnahmen gegen Rechenzentren

In den USA regt sich zunehmend Widerstand gegen Rechenzentren, die in Wohngebieten Lärm und Umweltbelastungen verursachen. Anwohner aus verschiedenen politischen Lagern fordern eine Regulierung, um ihre Lebensqualität zu schützen.

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Wachsender Protest gegen Rechenzentren in den USA
KI-generiert

In den Vereinigten Staaten formiert sich ein zunehmender Widerstand gegen die Errichtung von Rechenzentren. Diese Anlagen stehen nicht nur wegen ihres Lärms in der Kritik, sondern auch aufgrund ihres hohen Wasserverbrauchs und der Luftverschmutzung, die sie verursachen. Besonders in Wohngebieten, wo diese Einrichtungen häufig angesiedelt werden, regt sich der Unmut unter den Anwohnern, unabhängig von ihrer politischen Zugehörigkeit.

Die Lärmbelästigung als zentrales Problem

Hari Doue beschreibt das Geräusch, das von dem Rechenzentrum ausgeht, als „heulend“ und „hoch“, vergleichbar mit dem Lärm eines Flugzeugs oder einer ständig laufenden Maschine. Das Rechenzentrum, das sich nur etwa 150 Meter von ihrem Wohnhaus entfernt befindet, nahm vor rund einem Jahr seinen Betrieb auf. Die örtliche Energieversorgung kann den Bedarf der zahlreichen Rechenzentren in Northern Virginia nicht decken, sodass die Anlage im Notbetrieb läuft und ihre eigene Energie über Gasturbinen und Dieselgeneratoren erzeugt. Dies führt zu einer zusätzlichen Lärmbelästigung und einer Verschlechterung der Luftqualität.

Steigender Bedarf an Rechenleistung

Der stetig wachsende Bedarf an Rechenleistung, bedingt durch Online-Aktivitäten und den Aufstieg der Künstlichen Intelligenz, führt dazu, dass immer mehr Rechenzentren in den USA geplant oder bereits im Bau sind. Besonders in der Region um Washington D.C. sind nahezu 600 dieser Anlagen zu finden. Der Widerstand gegen diese Entwicklungen nimmt zu, was sich auch in politischen Entscheidungen niederschlägt. So hat die Gouverneurin von New York, Kathy Hochul, einen Baustopp für neue Rechenzentren mit einem Verbrauch von mehr als 49 Megawatt verhängt.

Proteste vereinen unterschiedliche politische Lager

Die Proteste gegen Rechenzentren ziehen mittlerweile Menschen aus verschiedenen politischen Lagern an. Meinungsumfragen zeigen, dass auch viele Republikaner gegen den Bau dieser Anlagen in Wohngebieten sind. Bei einem landesweiten Protesttag in Frederick, Maryland, versammelten sich zahlreiche Bürger, die sich gegen die Lärmbelästigung und Umweltbelastungen durch Rechenzentren aussprachen. Elyse Wilson, eine der Mitorganisatorinnen, betont, dass dieses Thema parteiübergreifend für Unmut sorgt.

Mobilisierung durch konservative Gruppen

Die Organisation „Humans First“, unter der Leitung von Amy Kremer, hat zu den Protesten aufgerufen. Kremer, eine bekannte Aktivistin, möchte vor allem konservative Bürger mobilisieren, um gegen die Rechenzentren zu kämpfen. Sie äußert Bedenken hinsichtlich der rasanten Entwicklung der Künstlichen Intelligenz und kritisiert die Tech-Unternehmen, die ihrer Meinung nach nicht im Interesse der Bevölkerung handeln.

Politische Reaktionen auf den Widerstand

Die wachsenden Proteste gegen Rechenzentren haben auch politische Reaktionen ausgelöst. Immer mehr Politiker erkennen die Sorgen der Bevölkerung an, die sich über den hohen Wasser- und Stromverbrauch sowie die Lärmbelästigung beschweren. Diese Bedenken könnten auch Auswirkungen auf die Wiederwahlchancen von Befürwortern der Rechenzentren haben. Präsident Trump versucht, den Tech-Unternehmen Freiraum zu lassen, um den Wettbewerb im Bereich Künstliche Intelligenz zu fördern, doch auch er spürt den Druck der Wählerschaft.

Die Familie Doue in Sterling leidet unter den Folgen der Rechenzentren in ihrer Nähe. Sie befürchten, dass eine weitere Zunahme von Rechenzentren zu noch mehr Lärm und Luftverschmutzung führen wird, da diese Anlagen oft auf Notstrom umschalten müssen.


Quellen: tagesschau, web

TS