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Schweizer Freibäder erhöhen Eintritt für ausländische Badegäste drastisch

Im Freibad von Pruntrut müssen ausländische Besucher ab sofort das Doppelte für den Eintritt zahlen. Die Regelung, die ursprünglich als Zutrittsverbot für Ausländer begann, wird durch zusätzliche Kaufpflichten ergänzt und sorgt für Diskussionen über Gleichbehandlung und Sicherheit.

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Schweiz: Ausländer müssen im Freibad das Doppelte bezahlen | News
Ermell via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

In der Schweizer Stadt Pruntrut müssen ausländische Besucher im Freibad ab sofort den doppelten Eintrittspreis zahlen. Diese Regelung tritt in Kraft, nachdem im Sommer 2025 ein vollständiges Zutrittsverbot für Ausländer verhängt wurde. Nun dürfen wieder alle Gäste ins Bad, jedoch unter bestimmten Bedingungen.

Wie lokale Medien berichten, müssen Erwachsene ohne Wohnsitz in Pruntrut 15 Franken (etwa 16,40 Euro) zahlen, während Einheimische lediglich 7,50 Franken (rund 8,20 Euro) entrichten. Für Jugendliche gilt das gleiche Preisverhältnis: Sie zahlen 10 Franken anstelle von 5 Franken.

Zusätzliche Anforderungen für ausländische Gäste

Zusätzlich zu den höheren Preisen gibt es spezielle Anforderungen für ausländische Badegäste. Personen, die keinen Wohnsitz in Pruntrut haben und auch keine Aufenthalts-, Arbeits- oder Niederlassungserlaubnis besitzen, sind verpflichtet, ihr Ticket online zu erwerben. Zudem müssen sie beim Eintritt einen gültigen Ausweis vorlegen, sofern sie keine anerkannte Touristenkarte besitzen. Wer diese Vorgaben nicht erfüllt, kann am Eingang abgewiesen werden.

Reaktionen auf die Regelung

Philippe Eggertswyler, der Gemeindepräsident von Pruntrut, verteidigt die neuen Regelungen und betont:

„Es geht nicht darum, Schweizer und Franzosen gegeneinander auszuspielen, sondern darum, die Ruhe zu garantieren.“

Der Hintergrund dieser Maßnahmen liegt in den Vorfällen des Sommers 2025, als Gruppen junger Männer aus dem benachbarten Frankreich im Freibad für Unruhe sorgten. Berichten zufolge kam es zu Belästigungen von Frauen und Angriffen auf das Sicherheitspersonal. In Reaktion darauf wurde ein pauschales Einreiseverbot für Ausländer verhängt, was international für Aufsehen und Kritik sorgte. Die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus bezeichnete das Verbot als „problematisch und irritierend“, während linke Politiker in der Schweiz offen von Rassismus sprachen.

Die neuen Eintrittspreise und Regelungen werfen Fragen auf und sorgen für Diskussionen über die Integration und den Umgang mit ausländischen Gästen in der Schweiz.


Quellen: Bild

Bildquelle: Ermell via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

TS