Die Verbrechen zeichnen ein erschütterndes Gesamtbild schwerster Gewalt, die sich über anderthalb Jahrzehnte hinweg vor allem in den westlichen Distrikten Masaka, Ibanda und Kazo ereignete.
Sicherheitskräfte stoppen mutmaßlichen Serienmörder nach 38 Morden

38 Menschenleben und wiederholte Akte von Kannibalismus stehen im Zentrum eines beispiellosen Kriminalfalls, der Mitte Oktober im Distrikt Masaka mit dem Zugriff der Sicherheitskräfte endete. Die Einsatzkräfte nahmen den Tatverdächtigen Moses Mujurizi fest, nachdem im September 2026 eine Frau in der Region gewaltsam ums Leben gekommen war und die Ermittler auf seine Spur geführt hatte. Bei einer Durchsuchung der Räumlichkeiten des Verdächtigen stellten die Beamten umfangreiches Beweismaterial sicher, welches derzeit einer detaillierten forensischen Analyse unterzogen wird.
Die Verbrechen zeichnen ein erschütterndes Gesamtbild schwerster Gewalt, die sich über anderthalb Jahrzehnte hinweg vor allem in den westlichen Distrikten Masaka, Ibanda und Kazo ereignete. Den polizeilichen Erkenntnissen zufolge erstreckte sich die Serie mutmaßlicher Gräueltaten schwerpunktmäßig von 2010 bis ins Jahr 2025. Mujurizi wird beschuldigt, Leichenteile seiner getöteten Opfer gegessen zu haben, was den Fall zu einem historischen Tiefpunkt der Kriminalitätsgeschichte des Landes macht.
Brutales Vorgehen und perfide Täuschungsmuster
Die Rekonstruktion der Taten belegt ein Vorgehen von extremer Kaltblütigkeit gegen wehrlose Personen. Vor allem während der Nachtstunden soll der Mann mit einer Machete bewaffnet in Wohnhäuser eingedrungen sein, um die anwesenden Bewohner ohne Vorwarnung anzugreifen und tödlich zu verletzen. Mehrfach wurden auf diese Weise ganze Familien ausgelöscht. Daneben wandte der Beschuldigte gezielte Täuschungsmanöver an, um weibliche Opfer in eine Falle zu locken:
- Vortäuschung romantischer Beziehungen zu Frauen, die daraufhin spurlos verschwanden
- Gewaltsame Einbrüche in Privatunterkünfte zum gezielten Machetenangriff
- Verzehr von Leichenteilen nach der Tötung der Angegriffenen
- Prüfung weiterer ungelöster Vermisstenfälle auf Parallelen durch die Kriminalpolizei
Ein besonders drastischer Fall ereignete sich im Jahr 2013 im Distrikt Masaka, bei dem ein örtlicher Pastor, dessen Ehefrau sowie sieben weitere Angehörige desselben Haushalts während eines einzigen Überfalls getötet wurden. Angesichts der komplexen Vorbereitung solcher Taten prüfen die Ermittler intensiv, ob Komplizen an den Ausführungen beteiligt waren.
Fragwürdige Freilassungen und juristische Aufarbeitung
Hintergrund der späten Festnahme sind gravierende Lücken in den vorangegangenen Strafverfolgungsmaßnahmen. Obwohl Sicherheitskräfte Mujurizi in den vergangenen 15 Jahren bereits mehrfach in Gewahrsam genommen hatten, gelang ihm wiederholt die Flucht oder er kam aus bislang ungeklärten Gründen wieder auf freien Fuß. Die Ursachen für dieses behördliche Versagen sind aktuell Gegenstand interner Ermittlungen.
Die Bewertung des Falls durch die staatliche Führung fiel entsprechend scharf aus. Der oberste Befehlshaber der Streitkräfte, General Muhoozi Kainerugaba (52), stufte den Festgenommenen über die Plattform X als gefährlichsten Serienmörder und Kannibalen in der Historie Ugandas ein. Die Militärführung stellte klar:
Die Sicherheitskräfte haben den Beschuldigten nach jahrelangem Terror gegen die Bevölkerung festgesetzt; vor Gericht strebt die Justiz bei einem Schuldspruch die Todesstrafe durch Hinrichtung an.
Im Falle einer Verurteilung soll das Verfahren öffentlich geführt werden, um die gesamte Dimension der 38 Tötungsdelikte transparent aufzuarbeiten.
Quellen: Bild, thescottishsun.co.uk
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