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So steigt die Sterblichkeit: DR Kongo verzeichnet besorgniserregende Ebola-Fälle.

In der Demokratischen Republik Kongo steigen die Ebola-Fälle rasant an, was die Gesundheitssysteme vor enorme Herausforderungen stellt. Experten warnen vor einer alarmierenden Sterblichkeitsrate von 46 Prozent, die durch unzureichende medizinische Versorgung und schwache Infrastruktur bedingt ist.

Sterblichkeitsrate steigt: DR Kongo meldet deutlich mehr Ebola-Fälle
Bildquelle: Gani Nurhakim auf Unsplash

Gestiegene Ebola-Fälle in der DR Kongo

In der Demokratischen Republik Kongo wächst die Zahl der bestätigten Ebola-Infektionen alarmierend. Fachleute weisen darauf hin, dass das Virus an sich nicht gefährlicher geworden ist, jedoch die mangelhafte medizinische Infrastruktur die Bekämpfung der Epidemie erheblich erschwert.

Katastrophale Auswirkungen der Epidemie

Der aktuelle Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo gilt als der verheerendste in der Geschichte des Landes. Laut dem nationalen Gesundheitsinstitut sind bislang mindestens 2325 Menschen an dem Virus gestorben, was die Zahlen der Epidemie von 2018 bis 2020 übersteigt. Aktuell liegen die bestätigten Infektionen bei 4945, wobei in den letzten 24 Stunden 101 neue Fälle gemeldet wurden.

Vergleich mit vorherigen Epidemien

Im Vergleich zur Westafrika-Epidemie, die fast fünf Monate benötigte, um 1000 Todesfälle zu erreichen, hat der gegenwärtige Ausbruch im Kongo in weniger als drei Monaten bereits 2000 Todesopfer gefordert. Ausgelöst wurde dieser Ausbruch durch den Bundibugyo-Stamm des Virus, für den es gegenwärtig keine zugelassenen Impfstoffe oder therapeutischen Mittel gibt. Die Sterblichkeitsrate der bestätigten Fälle ist von etwa 20 Prozent Anfang Juni auf alarmierende 46 Prozent angestiegen.

Ursachen für die steigende Sterblichkeitsrate

Die erhöhte Sterblichkeitsrate wird von Experten nicht auf eine gesteigerte Gefährlichkeit des Virus zurückgeführt, sondern auf anhaltende Schwächen in der medizinischen Überwachung und im Zugang zur Gesundheitsversorgung. Thomas Parisch von Ärzte ohne Grenzen erläutert:

“Normalerweise sollte während eines Ausbruchs die Sterblichkeitsrate sinken, da die Kontaktverfolgung verbessert und Patienten früher erkannt und behandelt werden. In der jetzigen Lage werden viele Fälle jedoch erst erkannt, nachdem die Betroffenen bereits verstorben sind.”

Zudem stellen eine schwache Infrastruktur und Widerstände in der Bevölkerung erhebliche Hindernisse für die Eindämmung der Epidemie dar.

Globale Dimension der Epidemie

Diese Epidemie zählt zu den zweitgrößten Ebola-Ausbrüchen weltweit, nur übertroffen vom Ausbruch in Westafrika zwischen 2014 und 2016, der 28.616 Fälle und 11.310 Todesfälle zur Folge hatte. Forscher vermuten, dass das Virus im Kongo bereits seit Januar zirkuliert, jedoch erst Mitte Mai offiziell entdeckt wurde. Das Risiko einer Ausbreitung nach Uganda konnte mittlerweile eingedämmt werden; die Behörden dort erklärten den Ausbruch im vergangenen Monat für beendet, nachdem die Zahl der Fälle auf 20 und die der Todesfälle auf zwei gesenkt wurde.

Forderungen nach internationaler Unterstützung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Alarm geschlagen und warnt vor einem noch nie dagewesenen Ausmaß der Epidemie. Der WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus betont:

“Die Epidemie breitet sich in Rekordgeschwindigkeit aus, und der Höhepunkt ist noch lange nicht erreicht.”

Sollte sich die Situation weiter so entwickeln, könnte dieser Ausbruch den Ebola-Ausbruch in Westafrika übertreffen.


Quellen: n-tv, tagesschau

Bildquelle: Bildquelle: Gani Nurhakim auf Unsplash

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS