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Teheran intensiviert militärische Aktivitäten und rüstet sich gegen US-Truppen

Teheran intensiviert seine militärischen Vorbereitungen und droht mit Vergeltungsmaßnahmen gegen die USA. Trotz anhaltender Angriffe verfügen die iranischen Streitkräfte über gut ausgebaute Raketen- und Drohnenarsenale, die im Untergrund gesichert sind.

Iran droht USA mit Angriffen: Teheran gräbt in großem Stil Raketen und Drohnen aus
KI-generiert

Trotz intensiver Luftangriffe scheint das iranische Regime weiterhin über erhebliche militärische Ressourcen zu verfügen. Berichten zufolge sind die Raketen- und Drohnenlager in Teheran gut gefüllt. Militärvertreter drohen im Kontext des Konflikts um die Straße von Hormus mit Vergeltungsmaßnahmen gegen die „bewaffnete Piraterie“ der USA.

US-Präsident Donald Trump bezeichnet den Konflikt mit dem Iran als einen klaren Sieg für die Vereinigten Staaten. Ein endgültiger „Deal“ mit Teheran ist jedoch nicht in Sicht. Nach einem Angriff der US-Marine auf einen iranischen Tanker reagierte Teheran mit einer deutlichen Kampfansage. Ein Sprecher des iranischen Generalstabs erklärte über Telegram:

„Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran werden bald zurückschlagen und Vergeltungsmaßnahmen gegen diesen Akt bewaffneter Piraterie und gegen die amerikanische Armee ergreifen.“

Die Frage, wie das iranische Regime trotz der anhaltenden Angriffe Selbstvertrauen schöpfen kann, wird immer drängender. Die Antwort könnte in der Tatsache liegen, dass die iranischen Revolutionsgarden trotz der Luftangriffe durch Israel und die USA weiterhin über signifikante Möglichkeiten zur Gegenwehr verfügen.

Iran nutzt Bunker und Höhlen für seine Waffensysteme

Um die eigenen Waffensysteme vor den Bombardierungen der US- und israelischen Luftwaffe zu schützen, setzt der Iran auf Bunker und unterirdische Lagerstätten. Teile des Arsenals wurden eingegraben, um sie vor Zerstörung zu bewahren. Mit dem Waffenstillstand haben die Revolutionsgarden bereits 100 Raketenwerfer wieder „ausgegraben“, wie aus einem Bericht hervorgeht.

Teheran verstärkt seine militärischen Kapazitäten

Die Zahlen widersprechen den Aussagen des US-Präsidenten, der die Operation „Epic Fury“ als umfassenden Sieg gegen Teheran darstellt. Trump erklärte Anfang April:

„Wir haben schnelle, entschlossene und überwältigende Siege auf dem Schlachtfeld erzielt. Ihre Fähigkeit, Raketen und Drohnen abzufeuern, ist drastisch eingeschränkt.“

Nach Angaben des Pentagon wurden während der Kampagne 13.000 Ziele im Iran bombardiert. Generalstabschef Dan Caine berichtete von 450 Raketen- und 800 Drohnenlagern, die ins Visier genommen wurden. Dennoch bleibt das iranische Militär mit erheblichen Vorräten an Drohnen und Kurzstreckenraketen ausgestattet. Laut US-Militär- und Geheimdienstinformationen verfügt Teheran noch über etwa 40 Prozent seines ursprünglichen Bestands an Drohnen und mehr als 60 Prozent der Raketenabschussrampen sind intakt.

Iranische Drohnen stellen Bedrohung für die USA dar

Teheran kann mit seinem Waffenarsenal die zivile Schifffahrt in der Straße von Hormus weiterhin effektiv gefährden. Die Tanker sind gegen die relativ kostengünstigen iranischen Drohnen wehrlos. Auch die Nachbarstaaten am Golf sowie die US-Stützpunkte in der Region sind weiterhin bedroht. Iran konnte bei seinen Angriffen bereits mehrfach die US-Flugabwehr durchdringen und wertvolle Aufklärungsflugzeuge zerstören.

Hohe Kosten für die USA durch iranische Angriffe

Die Kosten für die USA steigen durch den Einsatz iranischer Drohnen erheblich. Ein konservativer US-Think-Tank schätzt, dass die bisherigen Kosten für den Krieg zwischen 25 und 35 Milliarden Dollar betragen. Die Flugabwehrraketen sind dabei der größte Kostenfaktor, der zwischen 9 und 13 Milliarden Dollar ausmacht. Experten vermuten, dass die Bestände an Flugabwehrraketen mittlerweile stark reduziert sind.

Konflikt könnte sich weiter zuspitzen

Sollten die Kampfhandlungen fortgesetzt werden, könnte dies zu noch größeren Schäden führen. Trump hat bereits angedeutet, dass er im Falle eines Scheiterns der Verhandlungen wieder auf militärische Angriffe setzen könnte. Er drohte:

„Wir bieten ein sehr faires und vernünftiges Abkommen an, und ich hoffe, dass sie es annehmen, denn wenn sie es nicht tun, werden die Vereinigten Staaten jedes einzelne Kraftwerk und jede einzelne Brücke im Iran zerstören.“

Bildquelle: depositphotos

TS