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Timmy, der Ostseewal, wird zur nachhaltigen Energiequelle für die Zukunft

Der Buckelwal Timmy, der in der Ostsee strandete, wird nach seinem Tod an der dänischen Küste in einer Fabrik verarbeitet. Teile seines Körpers dienen der Biodieselherstellung, während Knochen für ein Museum aufbewahrt werden.

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Das Ende des Ostseewals: Timmy wird zu Biodiesel | News
Achimgroe via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Die tragische Geschichte von Timmy, dem Buckelwal, wirft bedeutende Fragen zum Schutz der Meeresbewohner auf. Nachdem das Tier in der Ostsee gestrandet war, löste dies in Deutschland große Besorgnis aus. Trotz einer umfassenden Rettungsaktion, die im März ihren Anfang nahm, wurde Timmy nur kurze Zeit nach seiner Freilassung tot an der dänischen Küste entdeckt.

Die Firma Daka Denmark hat die Verantwortung für die Verarbeitung des Walkadavers übernommen. In der Anlage in Randers erfolgt die Zerlegung der Überreste in drei Hauptbestandteile. Das gereinigte Wasser wird dabei in den Fjord geleitet, während die Speckschicht des Wals zur Herstellung von Biodiesel verwendet wird. Der restliche Körper, einschließlich Knochen und Sehnen, wird zu einem Mehl verarbeitet, das als Biomasse in einer Zementfabrik Verwendung findet. Einige Knochen des Buckelwals sollen zudem im Naturhistorischen Museum in Kopenhagen für zukünftige Generationen aufbewahrt werden.

Timmy’s traurige Reise begann im März, als er erstmals bei Wismar in der Ostsee gesichtet wurde. Eingeklemmt in Fischernetzen, wurde er von Rettern befreit. Nach mehreren weiteren Strandungen, unter anderem vor Timmendorfer Strand und der Insel Poel, wurde er schließlich mit einem Spezialschiff ins offene Meer gebracht. Am 2. Mai geschah das Unvorhergesehene: Timmy wurde vorzeitig freigelassen, entgegen vorheriger Absprachen. Nur 13 Tage später, am 15. Mai, trieb sein lebloser Körper an der Küste von Anholt auf.

Die Obduktion ergab, dass es sich bei dem Tier um ein Weibchen handelte, das Parasiten in seinen Organen aufwies. Ob diese Parasiten die Todesursache waren, wird derzeit durch weitere Laboruntersuchungen geklärt, deren Ergebnisse in etwa einem halben Jahr erwartet werden. Der Tracker, den Timmy trug, wurde ebenfalls entdeckt und die gesammelten Daten liegen sowohl der Rettungsinitiative als auch teilweise dem Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern vor. Eine Sprecherin des Ministeriums betonte, dass die Auswertung der Daten schnellstmöglich erfolgen soll, um die Öffentlichkeit über die Erkenntnisse zu informieren.

Die traurige Odyssee von Timmy hat nicht nur viele Menschen berührt, sondern wirft auch bedeutende Fragen zum Schutz von Meerestieren und zu den Herausforderungen bei Rettungsaktionen auf. Die Verarbeitung seiner Überreste in Dänemark stellt einen weiteren Schritt in der Auseinandersetzung mit ökologischen und biologischen Aspekten des Lebens im Meer dar.


Quellen: Bild, Firma bestätigt: Wal „Timmy” wird zu Biodiesel verarbeitet, „Timmy“ wird zu Biodiesel und Mehl: Buckelwal endet in dänischer Fabrik und im Museum

Bildquelle: Achimgroe via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

TS