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Trotz Mordanklage: Kandidat gewinnt Sheriff-Vorwahl in den USA

Ein ungewöhnlicher Fall sorgt in den USA für Aufsehen: Ein Mann, gegen den wegen Mordes Anklage erhoben wurde, hat die Vorwahl für das Amt des Sheriffs gewonnen. Der Fall löst landesweit Diskussionen aus.

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Foto: depositphotos

Wahl trotz laufender Mordanklage

In den Vereinigte Staaten hat ein Kandidat für das Sheriff-Amt eine Vorwahl gewonnen, obwohl gegen ihn eine Mordanklage läuft. Der Politiker Mickey Stines setzte sich bei der parteiinternen Abstimmung durch und könnte damit bei der eigentlichen Wahl um das Amt des Sheriffs antreten.

Der Fall sorgt landesweit für Aufmerksamkeit, da es äußerst ungewöhnlich ist, dass ein Kandidat unter solchen Umständen eine Wahl gewinnt.

Hintergrund der Mordanklage

Gegen Mickey Stines wird wegen Mordes ermittelt. Die Anklage steht im Zusammenhang mit einem tödlichen Vorfall, bei dem ein Mann erschossen wurde. Der Fall wird derzeit von den zuständigen Behörden und Gerichten untersucht.

Trotz der schweren Vorwürfe konnte Stines bei der Vorwahl genügend Stimmen sammeln, um sich gegen seine Mitbewerber durchzusetzen.

Rechtliche Situation ermöglicht Kandidatur

Nach US-Recht ist eine Kandidatur grundsätzlich auch dann möglich, wenn gegen eine Person ein Strafverfahren läuft. Erst eine rechtskräftige Verurteilung kann in vielen Fällen politische Ämter verhindern.

Deshalb durfte Stines trotz der Mordanklage an der Vorwahl teilnehmen und sich zur Wahl stellen.

Diskussionen über politische Konsequenzen

Der Wahlsieg hat eine breite Diskussion ausgelöst. Kritiker halten es für problematisch, dass ein Kandidat mit einer schweren Anklage für ein Amt kandidieren kann, das für die Strafverfolgung zuständig ist.

Befürworter verweisen dagegen auf die Unschuldsvermutung, die auch für politische Kandidaten gilt, solange kein Gerichtsurteil vorliegt.

TS
Quellen: T-Online.de