Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Tsunami-Alarm nach starkem Beben vor Indonesien – Erinnerungen an die Flutkatastrophe 2004

Ein starkes Erdbeben der Stärke 7,4 vor der Küste Sulawesis löst einen Tsunami-Alarm aus, der auch die Philippinen und Malaysia betrifft. Während die Warnung später aufgehoben wird, gibt es bereits einen Todesfall in Manado.

Artikel hören

Erinnerung an Flutwelle von 2004: Starkes Beben löst Tsunami-Alarm vor Indonesien aus
KI-generiert

Ein starkes Seebeben der Stärke 7,4 ereignete sich vor der Küste von Sulawesi, Indonesien. Die Tsunami-Warnung betraf nicht nur Indonesien, sondern auch die Philippinen und Malaysia. Zwei Stunden nach dem Beben gab die zuständige Behörde jedoch Entwarnung, obwohl es bereits zu einem Todesfall gekommen war.

Nach Angaben lokaler Behörden kam bei dem schweren Erdbeben im Osten Indonesiens mindestens eine Person ums Leben. Das Opfer wurde unter den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes in Manado, der Hauptstadt der Provinz Nord-Sulawesi, gefunden. Ein weiterer Mensch erlitt eine Beinverletzung während des Vorfalls.

Die US-Erdbebenwarte (USGS) meldete, dass das Beben am Morgen um 6:48 Uhr Ortszeit (0:48 Uhr MESZ) in einer Tiefe von 35 Kilometern in der Molukkensee stattfand. Ein Überwachungszentrum mit Sitz in Hawaii warnte vor möglichen „gefährlichen Tsunami-Wellen“ im Umkreis von 1000 Kilometern um das Epizentrum. An einigen Küsten Indonesiens könnten Wellen von bis zu einem Meter über dem Gezeitenpegel auftreten. Kleinere Wellen könnten auch Guam, Japan, Malaysia, Palau, die Philippinen und Taiwan erreichen. Etwa zwei Stunden später wurde die Tsunami-Warnung wieder aufgehoben.

Wellenmessungen und geologische Aktivität

Rund eine halbe Stunde nach dem Beben berichtete die indonesische geologische Behörde BMKG von Wellenhöhen von etwa 75 Zentimetern in der Provinz Nordminahasa im Norden Sulawesis. In Bitung, im Nordosten der Insel, wurden Wellen von 20 Zentimetern gemessen, während nördlich der Insel Ternate in der Provinz Nordmolukken Wellen von etwa 30 Zentimetern registriert wurden.

Indonesien, der größte Inselstaat der Welt, liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, einer geologisch aktiven Zone, die von zahlreichen Vulkanen und tektonischen Platten geprägt ist. Aufgrund dieser geologischen Gegebenheiten sind Erdbeben und Vulkanausbrüche in der Region häufig. Besonders Indonesien ist von Naturkatastrophen betroffen. Am 26. Dezember 2004 führte ein gewaltiges unterseeisches Beben der Stärke 9,1 vor der Küste von Sumatra zu einer verheerenden Flutwelle, bei der rund 230.000 Menschen ihr Leben verloren.

Die jüngsten Ereignisse rufen Erinnerungen an diese tragischen Vorfälle wach und verdeutlichen die Gefahren, die mit der geologischen Aktivität in dieser Region verbunden sind.

Mehr zum Thema

TS