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US-Jet im Iran: Vermisste Besatzung und politische Konsequenzen für Trump

Ein US-Kampfjet stürzt nach feindlichem Beschuss im Iran ab, und ein Besatzungsmitglied wird vermisst. Während die USA eine Rettungsaktion durchführen, wird ein weiteres Flugzeug getroffen, was die Lage für Präsident Trump angespannt.

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Besatzungsmitglied vermisst: Abgeschossener US-Jet im Iran setzt Trump unter Druck
Bildquelle: Charles Causse auf Unsplash

Ein US-Kampfjet ist nach feindlichem Beschuss über dem Iran abgestürzt. Während die Rettungsaktion für ein vermisstes Besatzungsmitglied im Gange ist, wurde ein weiteres US-Flugzeug getroffen. Zuvor hatte die Regierung von Donald Trump noch erklärt, die Lufthoheit über dem Iran erlangt zu haben.

Der Absturz des Kampfjets stellt den ersten feindlichen Abschuss eines US-Flugzeugs seit Beginn der aktuellen Kampfhandlungen dar. Laut iranischen Angaben und Berichten aus US-Medien ist der Verbleib eines Besatzungsmitglieds ungewiss. Am Freitag erlitten die Vereinigten Staaten zudem einen weiteren Rückschlag, als ein US-Kampfflugzeug vom Typ A-10 in der Region des Persischen Golfs nahe der Straße von Hormus getroffen wurde.

Wie die Sender NBC News und CBS News unter Berufung auf US-Beamte berichteten, unterstützte die A-10-Maschine eine Such- und Rettungsmission, nachdem der Iran zuvor den F-15E-Kampfjet über seinem Hoheitsgebiet abgeschossen hatte. Der Pilot des A-10 konnte seine beschädigte Maschine in den Luftraum Kuwaits steuern und sich in Sicherheit bringen.

Zusätzlich berichteten NBC News und die Washington Post, dass der Iran auch zwei Black-Hawk-Hubschrauber angegriffen hat, die an den Such- und Rettungsmaßnahmen beteiligt waren. Einige Soldaten wurden verletzt, konnten sich jedoch in Sicherheit bringen.

Rettungsaktion: Trump reagiert zurückhaltend

Diese Vorfälle markieren eine weitere Eskalation des Krieges, den die USA und Israel begonnen haben, und verdeutlichen, dass der Iran weiterhin in der Lage ist, den Angreifern gefährlich zu werden. Präsident Donald Trump sieht sich dadurch unter Druck gesetzt. Normalerweise verlässt er freitags die US-Hauptstadt, um das Wochenende in seinem Club Mar-a-Lago in Florida zu verbringen, doch laut seinem offiziellen Terminplan bleibt er an diesem Samstag in Washington. Sein Team versucht, den Eindruck zu erwecken, dass US-Flugzeuge in Irans Luftraum keine Angriffe mehr fürchten müssen. Es wurde erklärt, dass die USA die Lufthoheit erlangt hätten, und Trump deutete an, die militärischen Fähigkeiten Teherans seien nahezu vernichtet.

Nach den Rückschlägen hält sich die US-Regierung zunächst bedeckt. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge konnte eines der beiden Besatzungsmitglieder des F-15E nach dem Absturz gerettet werden. Nach dem anderen wird in einer aufwendigen Rettungsaktion gesucht. Auf die Frage, was er tun würde, falls das vermisste Besatzungsmitglied von Iranern gefangen genommen oder verletzt werden sollte, sagte Trump in einem Telefoninterview: „Nun, das kann ich nicht kommentieren, weil – wir hoffen, dass das nicht passieren wird.“

Gespräche mit dem Iran sieht Trump durch den Absturz des Kampfjets nicht beeinflusst. „Es ist eben Krieg“, sagte er auf eine entsprechende Frage.

Keine Verhandlungslösung in Sicht

Eine diplomatische Lösung scheint derzeit nicht in Aussicht. Trump hatte am Donnerstag gedroht, der Iran müsse sich auf einen Deal einlassen, bevor es zu spät sei und nichts mehr von dem Land übrig bleibe.

„Die neue Führung des Regimes weiß, was getan werden muss“,

betonte er und fügte hinzu, dass dies schnell geschehen müsse. In der US-Bevölkerung gibt es wenig Zustimmung für den Krieg, und Trump hatte angekündigt, die Kämpfe innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen zu beenden. Ein mögliches Ende des Krieges ohne Verhandlungslösung und Zugeständnisse könnte von der Führung der Islamischen Republik, trotz massiver Schäden und vieler Opfer im Land, als großer Sieg gefeiert werden.

Ronny Winkler