Nach einer mehrtägigen Pause hat das US-Militär erneut Ziele in Iran angegriffen, was zu mehreren Toten geführt hat. Gleichzeitig feuert Iran Raketen auf Jordanien, die jedoch abgefangen werden. Die Lage in der Region eskaliert erneut.
US-Militär startet nach Pause wieder Angriffe auf Iran – Tote und Raketenabwehr in Jordanien

Nach einer Unterbrechung von fast einer Woche hat das US-Militär erneut Angriffe auf mehrere Ziele im Iran veranlasst. Laut Angaben des Regionalkommandos CENTCOM wurden zahlreiche Einrichtungen der iranischen Revolutionsgarde ins Visier genommen, darunter militärische Kommandostellen sowie Anlagen für Raketen und Drohnen. Diese Maßnahmen sollen als deutliche Antwort auf iranische Angriffsversuche auf US-Stützpunkte in der Region dienen.
Berichten iranischer Medien zufolge ereigneten sich Explosionen in der Stadt Buschehr und auf der Insel Gheschm, die beide am Persischen Golf liegen. Bei diesen Vorfällen wurden drei Menschen getötet, wie die staatliche Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf die Medizinische Universität Hormosgan berichtete. Zudem seien zwei Kinder verletzt worden.
Raketenangriffe auf Jordanien abgewehrt
Das Regionalkommando CENTCOM gab bekannt, dass Iran einen „Überraschungsangriff“ auf US-Streitkräfte in der Region versucht habe, der jedoch erfolgreich abgewehrt werden konnte. Im Zusammenhang mit den Spannungen hat US-Präsident Donald Trump eine „harte“ Reaktion auf die iranischen Provokationen angedroht.
In diesem Zusammenhang berichteten jordanische Militärquellen von Raketenangriffen aus dem Iran auf Jordanien. Die jordanische Luftabwehr konnte am Morgen fünf Raketen abwehren. Verletzungen oder Todesfälle wurden dabei nicht gemeldet, teilte die staatliche Nachrichtenagentur Petra mit.
Wachsende Besorgnis über den Konflikt
Die militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran sind nach einer kurzen Ruhephase erneut angestiegen. Fast zwei Wochen lang führte das US-Militär nahezu täglich Angriffe auf iranische Ziele durch, bis am vergangenen Freitag eine Kampfpause eintrat. Laut Berichten in US-Medien wächst die Besorgnis innerhalb der Regierung über eine mögliche Eskalation des Konflikts, insbesondere aufgrund schwindender Munitionsreserven. Insbesondere die Verfügbarkeit von Flugabwehr-Munition, wie etwa „Patriot“-Raketen, steht im Fokus.
Am Dienstag hatte das US-Militär in Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien bereits Angriffe auf Stellungen pro-iranischer Milizen im Irak durchgeführt. CENTCOM erklärte, dass es sich dabei um präzise Schläge gegen Logistik- und Waffenlager gehandelt habe. Die USA und Saudi-Arabien machen eine nicht näher benannte Miliz für mehr als 30 Drohnenangriffe in den vergangenen Tagen verantwortlich, die auf Anweisung der iranischen Revolutionsgarde operiert habe. Zusätzlich wird berichtet, dass eine Drohne einen US-amerikanischen Gastanker im ägyptischen Mittelmeerhafen Damietta getroffen hat.
Quellen: tagesschau
Bildquelle: Trevor Carpenter auf Pexels








