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USA erlauben vorübergehend Kauf von russischem Öl – Ausnahme wegen Energiekrise

Trotz harter Sanktionen gegen Moskau lockern die USA vorübergehend ihre Regeln für russisches Öl. Eine kurzfristige Ausnahme soll helfen, die weltweiten Energiemärkte zu stabilisieren, nachdem die Preise zuletzt stark gestiegen sind.

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Foto: depositphotos

Washington lockert Sanktionen zeitweise

Die USA haben eine begrenzte Ausnahme von ihren Sanktionen gegen Russland beschlossen und damit vorübergehend den Kauf bestimmter russischer Öl-Lieferungen erlaubt. Die Maßnahme gilt nur für einen kurzen Zeitraum und betrifft ausschließlich Öl, das bereits auf Tankern unterwegs ist.

Das US-Finanzministerium erteilte dafür eine spezielle Genehmigung. Sie erlaubt es Ländern und Unternehmen, russisches Rohöl zu kaufen, das sich bereits auf dem Seeweg befindet. Die Regelung ist auf etwa 30 Tage befristet.

Ziel der Entscheidung ist es nach Angaben der Regierung in Washington, die internationalen Energiemärkte zu stabilisieren und einen weiteren Anstieg der Ölpreise zu verhindern.

Hintergrund sind steigende Ölpreise weltweit

Die Lockerung erfolgt in einer Phase großer Unsicherheit auf den globalen Energiemärkten. Der Preis für Rohöl ist zuletzt deutlich gestiegen und zeitweise über die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel geklettert.

Auslöser sind unter anderem Spannungen im Nahen Osten und Probleme beim Öltransport. Besonders der Persische Golf und die wichtige Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus stehen im Fokus der internationalen Energieversorgung. Rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels passiert normalerweise diese Meerenge.

Durch die angespannten Sicherheitslagen und Störungen im Schiffsverkehr sind große Mengen Öl derzeit nur eingeschränkt verfügbar. Mehr als hundert Millionen Barrel russisches Öl befinden sich laut Branchenangaben auf Tankern und warten auf Käufer.

Ausnahme betrifft vor allem Öl auf Tankern

Die US-Regierung betont, dass die Ausnahme sehr eng gefasst ist. Sie gilt ausschließlich für Lieferungen russischen Rohöls, die bereits vor Anfang März auf Tankern verladen wurden.

Vor allem Indien könnte von der Sonderregelung profitieren. Das Land zählt seit Beginn des Ukraine-Krieges zu den größten Abnehmern russischen Öls und importiert große Mengen für seine Raffinerien.

Die US-Behörden betonen, dass diese kurzfristige Maßnahme Russland finanziell nur begrenzt zugutekommen soll. Da es sich lediglich um bereits transportierte Ladungen handelt, werde der Effekt auf die russischen Staatseinnahmen als gering eingeschätzt.

Sanktionen gegen Russland bleiben grundsätzlich bestehen

Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 haben die USA und ihre Verbündeten umfangreiche Sanktionen gegen Moskau verhängt. Besonders der Energiesektor steht dabei im Mittelpunkt der Strafmaßnahmen.

Die aktuellen Ausnahmen ändern an diesem Kurs grundsätzlich nichts. Washington bezeichnet die Entscheidung als kurzfristige Maßnahme, um extreme Preissprünge auf dem Weltmarkt zu verhindern und die Versorgung mit Energie zu sichern.

TS
Quellen: n-tv.de