Am Mittwochmorgen kam es an Bord eines Flydubai-Flugzeugs, das von Dubai nach Tel Aviv flog, zu einem Vorfall, der einen Notruf auslöste und zunächst auf eine mögliche Entführung hindeutete.
Warum ein Pilotenstreit zu einer Notumleitung während des Flugs nach Tel Aviv führte

Am Mittwochmorgen kam es an Bord eines Flydubai-Flugzeugs, das von Dubai nach Tel Aviv flog, zu einem Vorfall, der einen Notruf auslöste und zunächst auf eine mögliche Entführung hindeutete. Während einer manuellen Senkung und einer Kehrtwende sendete die Maschine, die 174 Passagiere, darunter 27 Kinder, transportierte, die Notrufcodes “7700” und “7500”. Diese Signale kennzeichnen ein allgemeines Notfall-Szenario sowie einen unrechtmäßigen Eingriff an Bord. Aufgrund dieser Situation wurde das Flugzeug nach Saudi-Arabien umgeleitet und landete auf dem Flughafen Tabuk. In Israel wurden Kampfflugzeuge in Alarmbereitschaft versetzt, um die Lage zu beobachten.
Nach der Landung stellte sich heraus, dass der Notruf nicht durch eine tatsächliche Entführung ausgelöst wurde. Vielmehr war es zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen dem russischen Piloten und dem ukrainischen Copiloten gekommen. Diese Erkenntnis wurde sowohl von Flydubai als auch von der israelischen Regierung bestätigt. Obwohl die anfängliche Besorgnis groß war und die Abflüge vom Flughafen Ben Gurion vorübergehend eingestellt wurden, konnte der reguläre Flugbetrieb später wieder aufgenommen werden.
Dean Fisher, der CEO von Flydubai, teilte mit, dass ein weiteres Flugzeug von Dubai nach Saudi-Arabien entsandt werde, um die Passagiere abzuholen und die Reise nach Israel fortzusetzen. Der Vorfall führte zu einer dringenden Sicherheitsbesprechung, einberufen von Premierminister Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz. Ein Sprecher der israelischen Streitkräfte berichtete, dass der Generalstabschef eine Lagebesprechung mit hochrangigen Militärvertretern einberufen hatte, um die Situation zu bewerten.
Der Flug FZ1073 startete um 7:05 Uhr Ortszeit in Dubai mit dem Ziel, planmäßig gegen 9:30 Uhr in Tel Aviv zu landen. Etwa anderthalb Stunden nach dem Start, während des Einflugs in den jordanischen Luftraum, wurden die Notrufcodes aktiv. Daraufhin drehte die Maschine ab und flog in niedriger Höhe zurück nach Saudi-Arabien. Flugverfolgungsdaten dokumentieren, dass das Flugzeug über dem Nordwesten Saudi-Arabiens innerhalb von nur zwei Minuten von 34.000 auf etwa 16.600 Fuß sank.
Die Geschehnisse an Bord und die ergriffenen Maßnahmen haben sowohl in Israel als auch international Besorgnis ausgelöst. Sicherheitsbehörden und Militärs waren in Alarmbereitschaft, um potenziellen Bedrohungen entgegenzuwirken. Dieser Vorfall verdeutlicht die Schwierigkeiten, die mit der Sicherheit im Luftverkehr verbunden sind, besonders in einer geopolitisch angespannten Region.
Quellen: Bild, t-online
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