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Waldbrände in Südfrankreich: Alarmierende Lage mit 900 Hektar verbrannter Fläche

In Südfrankreich stehen Hunderte Feuerwehrleute vor der Herausforderung, mehrere Waldbrände zu bekämpfen. Bereits 900 Hektar sind verbrannt, während die gefährliche Kombination aus Trockenheit und starkem Wind die Löscharbeiten erschwert.

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Feuer sind zeitiger dran: In Südfrankreich stehen 900 Hektar Wald in Flammen
Bildquelle: Mike Newbry auf Unsplash

Frühe Waldbrände in Südfrankreich: Hunderte Feuerwehrkräfte im Einsatz

Bereits 900 Hektar Vegetation sind in Südfrankreich den Flammen zum Opfer gefallen, während zahlreiche Feuerwehrleute gegen mehrere Waldbrände ankämpfen. Besonders betroffen ist das Gebiet nördlich von Narbonne, wo die Situation weiterhin kritisch bleibt. Die Brände brechen in diesem Jahr deutlich früher aus als in der Vergangenheit. Béatrice Bourrel, Anwohnerin aus Pouzols-Minervois, schilderte die dramatische Lage und die Evakuierung ihres Dorfes, das „schwarz vor Rauch“ war.

Für die Bekämpfung der Waldbrände sind etwa 800 Feuerwehrleute, unterstützt von 150 Einsatzfahrzeugen sowie mehreren Löschflugzeugen mobilisiert worden. Die Löscharbeiten gestalten sich äußerst schwierig, da die Vegetation durch eine Hitzewelle bereits stark ausgedörrt ist, und starker Wind mit Geschwindigkeiten bis zu 60 Kilometern pro Stunde die Flammen weiter anheizt. Infolge der Gefahrenlage wurden mehrere Straßen gesperrt und Notunterkünfte eingerichtet, um den Evakuierten eine sichere Bleibe anzubieten.

Zusätzliche Brände und Maßnahmen zur Sicherheit

In der Region nördlich von Marseille sind zwei weitere Waldbrände ausgebrochen, die mittlerweile unter Kontrolle gebracht werden konnten. In der Nähe von Rognac wurden 50 Hektar verbrannt, während bei Lançon-Provence 260 Hektar in Flammen standen. Auch hier kamen Löschflugzeuge zum Einsatz. Rund 600 Personen, die vorübergehend in Notunterkünften untergebracht waren, konnten inzwischen in ihre Wohnungen zurückkehren. Dennoch wurden mehrere Zugverbindungen zwischen Marseille, Bordeaux und Avignon gestrichen, und es sind Schäden an drei Lagerhallen sowie einem Wohnhaus zu beklagen.

Hitzewelle und hohe Waldbrandwarnstufen

Innenminister Laurent Nuñez hat die Bevölkerung zur Wachsamkeit aufgerufen und betont, dass die kommenden Tage sehr herausfordernd sein könnten. Derzeit gilt in sechs Départements rund um das Mittelmeer die höchste Waldbrand-Warnstufe. Im Département Aude ist das Betreten der Wälder strikt untersagt. Premierminister Sébastien Lecornu wies darauf hin, dass die Brände in diesem Jahr etwa zwei bis drei Wochen früher als üblich ausgebrochen sind. Seit Beginn der Saison wurden rund 7000 Brände registriert, die insgesamt 8700 Hektar Land betroffen haben. Allein Mittwoch und Donnerstag waren rund 2000 Feuerwehrleute im Einsatz, was die angespannte Lage verdeutlicht.

Wasserknappheit und Dürre in Italien

Ein ähnliches Bild zeigt sich in Teilen Italiens, wo aufgrund der Dürre in der Region Venetien der Notstand ausgerufen wurde. Der Präsident der Region, Alberto Stefani, appellierte an die örtlichen Behörden, einen nachhaltigen Umgang mit Wasserressourcen zu fördern. Zwischen Januar und Mai fiel in Venetien weniger als 75 Prozent des üblichen Niederschlags. Die Wasserstände der bedeutendsten Flüsse, einschließlich des Po, liegen unter dem Durchschnitt. Auch der Wasserspiegel des Gardasees, einer wichtigen Quelle für die Landwirtschaft, ist stark gesunken.

Die Notstandsmaßnahmen in Italien sind ein übliches Vorgehen, um die zügige Bereitstellung staatlicher Hilfen zu ermöglichen und behördliche Verfahren zu beschleunigen. Die Wasserbehörden wurden beauftragt, die am stärksten betroffenen Gemeinden über mögliche Wassersparmaßnahmen zu informieren, die Einschränkungen bei der Bewässerung von Gärten und Rasenflächen sowie beim Befüllen von Schwimmbädern beinhalten können. Stefani warnte zudem vor einer möglichen Verschärfung der Wasserknappheit in den nächsten Monaten.


Quellen: n-tv, stern

Bildquelle: Bildquelle: Mike Newbry auf Unsplash

TS