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21 Tote bei Explosion in illegaler Feuerwerksfabrik – keine Lizenz, keine Rettungschance

Explosion in illegaler Feuerwerksfabrik: 21 Menschen sterben, als ein Boiler explodiert und ein Inferno entfesselt – trotz abgelehnter Lizenz lief der Betrieb weiter!

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Foto: Depositphotos

Ein tragisches Inferno erschütterte am Dienstagmorgen die Stadt Deesa im indischen Bundesstaat Gujarat: Bei der Explosion eines Boilers in einem illegal betriebenen Feuerwerkslager kamen mindestens 21 Menschen ums Leben, sechs weitere wurden verletzt. Die Katastrophe ereignete sich auf der Dhunva Road im Bezirk Banaskantha – in einem Gebäude, das laut Behörden eigentlich gar nicht hätte betrieben werden dürfen.

Lizenz war bereits abgelehnt worden – wegen Sicherheitsmängeln

Wie indische Medien berichten, hatte der Besitzer der Anlage, Khupchand Sindhi aus Deesa, im Dezember einen Antrag auf Lizenzverlängerung gestellt. Doch die örtliche Polizei sprach sich nach einer Inspektion gegen eine Genehmigung aus – das Lager wies keinerlei Sicherheitsvorkehrungen auf. Trotzdem wurde der Betrieb offenbar illegal weitergeführt.

„Es gab keinen gültigen Betriebsschein für diese Fabrik“, erklärte Gesundheitsminister Rushikesh Patel. „Etwa 23 Menschen arbeiteten zur Zeit des Unglücks, 18 starben sofort, fünf wurden mit teils schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.“ Am Abend bestätigte Bezirksverwalter Mihir Patel, dass sich die Zahl der Todesopfer auf 21 erhöht hat.

Das Dach stürzte auf die Arbeiter ein

Nach Angaben von CP Patel, dem stellvertretenden Landrat von Banaskantha, lagerten im betroffenen Lagerhaus große Mengen an Feuerwerkskörpern. Die Explosion des Boilers löste eine gigantische Detonation aus – das Dach des Gebäudes stürzte ein und begrub zahlreiche Arbeiter unter sich.

Besonders tragisch: Alle Todesopfer stammten aus den Regionen Harda und Dewas im benachbarten Bundesstaat Madhya Pradesh. Es handelt sich um zugewanderte Arbeiter, die auf der Suche nach Arbeit in Gujarat tätig waren – viele davon Tagelöhner ohne soziale Absicherung.

Behörden unter Druck: Warum wurde das Werk nicht geschlossen?

Die Frage, die nun ganz Indien bewegt: Warum durfte diese Fabrik trotz des negativen Polizeiberichts überhaupt weiterarbeiten? Wurden Warnungen ignoriert? Wurden Kontrollmechanismen ausgehebelt?

„Die Ermittlungen laufen, aber die Fakten sprechen für sich“, sagt ein Behördenvertreter gegenüber dem Fernsehsender NDTV. „Kein Schutz, keine Genehmigung, kein Notfallplan – es war eine tickende Zeitbombe.“ Die Staatsregierung hat eine umfassende Untersuchung angekündigt.

Indien erlebt immer wieder verheerende Unfälle durch unsachgemäße Lagerung und Produktion von Feuerwerkskörpern – insbesondere im Vorfeld großer Festivals wie Diwali. Immer wieder fordern Experten strengere Kontrollen und härtere Strafen für illegale Betreiber.

TS
Quellen: hindustantimes.com