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Gift-Anschlag an Schule – 60 Opfer

Die Kinder mussten alle in eine Krankenhaus eingeliefert werden. Wer hinter der Gift-Attacke steht, ist bisher völlig unklar.

Foto: NF24 / Canva

Es sind schockierende Nachrichten. An einer Schule werden 60 Kinder vergiftet.

Als die Kinder am Morgen zum Unterricht kamen, wurden sie alle vergiftet. Umgehend wurde alle zu umliegenden Krankenhäusern gebracht. Noch ist völlig unklar, wer hinter dieser Tat steht und welches Gift verwendet wurde.

In einem schockierenden Vorfall sind in Afghanistan etwa 60 Mädchen nach einem Giftanschlag auf ihre Schule in ein Krankenhaus gebracht worden. Laut einem Sprecher der Polizei in der Provinz Sar-i Pul im Norden des Landes drangen Unbekannte in die Schule ein. Als die Mädchen zum Unterricht erschienen, wurden sie vergiftet. Derzeit befinden sich die Opfer in einem Krankenhaus, aber ihr Zustand wird als „gut“ beschrieben. Die Polizei hat keine Informationen über die Art des Giftes oder die Hintermänner des Anschlags veröffentlicht.

Täter noch unbekannt

Bislang wurde niemand festgenommen. Seit der Übernahme der Macht durch die radikalislamische Taliban im Jahr 2021 dürfen die meisten Mädchen in Afghanistan nur noch in der Grundschule unterrichtet werden. Jungen Frauen wird weitgehend der Zugang zur Bildung verwehrt. Bereits vor einigen Jahren gab es in Afghanistan eine Serie von Giftanschlägen auf Mädchenschulen, bei denen mutmaßlich Giftgas eingesetzt wurde. Zu dieser Zeit war noch eine von der internationalen Gemeinschaft unterstützte Regierung in Kabul an der Macht.

Reihe von Giftanschlägen auf Mädchenschulen

In den letzten Monaten wurden vermehrt Berichte über eine Reihe von Giftanschlägen auf Mädchenschulen im Nachbarland Iran bekannt. Seit November wurden Tausende Schülerinnen krank. Einige Politiker haben darauf hingewiesen, dass religiöse Gruppen, die eine Bildung für Mädchen ablehnen, möglicherweise gezielt die Schülerinnen ins Visier genommen haben könnten.

Im Iran haben sich Schülerinnen auch an regierungsfeindlichen Protesten beteiligt, die nach dem tragischen Tod der 22-jährigen Mahsa Amini begannen. Amini verstarb Mitte September 2022 in Polizeigewahrsam. Zuvor wurde sie von der sogenannten Sittenpolizei festgenommen, weil sie angeblich ihr Kopftuch falsch getragen hatte.

TS
Quellen: n-tv, derstandard