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Tragödie an Schule: Amoklauf fordert mehrere Opfer

Eine unfassbare Tat erschüttert das ganze Land. Nur durch das mutige Eingreifen eines Schulmitarbeiters konnte eine noch größere Tragödie verhindert werden.

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Foto: NF24 / Canva

Ein erschütternder Vorfall an eine Schule sorgt erneut für Fassungslosigkeit und tiefe Trauer und der Frage nach dem Warum. Unter dem Vorwand, seine Unterlagen einsehen zu wollen, verschaffte sich eine ehemaliger Schüler Zutritt zu dem Gebäude. Im Gebäude eröffnete der Schütze daraufhin sofort das Feuer.

Blutige Tragödie an einer Schule im südbrasilianischen Parana: Nach Angaben der örtlichen Behörden in Cambe wurde bei einer Schießerei ein 16-jähriges Mädchen getötet, während ein weiterer Jugendlicher schwer verwundet wurde. Die schockierenden Ereignisse erschüttern die Gemeinschaft zutiefst.

„Tief betroffen und empört habe ich von dem feigen Angriff auf die Helena-Kolody-Schule in Cambe im Bundesstaat Parana erfahren“, erklärte Präsident Lula da Silva. „Ein weiteres unschuldiges Leben wurde durch Hass und Gewalt ausgelöscht, und diese Art von Vorfällen dürfen weder in unseren Schulen noch in unserer Gesellschaft länger geduldet werden. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir gemeinsam einen Weg finden, um Frieden in unseren Bildungseinrichtungen zu schaffen. Meine aufrichtige Anteilnahme und meine Gebete gelten der Familie und der gesamten Schulgemeinschaft“, fügte er hinzu.

Der Schütze, ein ehemaliger Schüler im Alter von etwa 20 Jahren, betrat am Montag die staatliche Schule Professora Helena Kolody, um laut Sprecher Thiago Mossini einige Dokumente abzuholen. Das Motiv für seine Handlungen ist derzeit noch unklar.

Nachdem er das Gebäude betreten hatte, eröffnete der Mann laut Mossini mindestens ein Dutzend Schüsse, bevor er von einem Schulmitarbeiter gestoppt wurde. Der mutmaßliche Angreifer wurde später von der Polizei festgenommen.

Der Zustand des verletzten Schülers, ein 17-Jähriger, bleibt weiterhin kritisch, wie das Universitätskrankenhaus von Londrina am Montagabend bekannt gab. Das medizinische Team erklärte, dass es aufgrund des kritischen Zustands des Patienten nicht möglich sei, ihn in den Operationssaal zu bringen.

Auf Fernsehbildern und in den sozialen Medien wurden Aufnahmen verbreitet, die zeigten, wie sich Dutzende von Schülern vor der Schule versammelten. Viele von ihnen waren in Tränen aufgelöst, während sich ein Krankenwagen dem Eingangstor näherte.

Seit dem Jahr 2000 wurden in Brasilien fast zwei Dutzend Anschläge oder gewalttätige Vorfälle an Schulen verzeichnet, wobei die Hälfte davon in den letzten 14 Monaten stattfanden.

Ein besonders schrecklicher Vorfall ereignete sich am 5. April, als bei einem Anschlag in einer Kindertagesstätte vier Kinder getötet wurden. Dies führte zu einer beispiellosen Reaktion der Regierung. Rund 3.400 Polizeibeamte wurden mobilisiert, um eine landesweite Razzia durchzuführen und mehrere hundert Personen festzunehmen, die beschuldigt wurden, Hassreden zu verbreiten oder Gewalt an Schulen anzustacheln.

TS
Quellen: telesurenglish, aljazeera