Ein 20-Jähriger wurde wegen versuchten Totschlags in Aalen festgenommen und sitzt nun in Untersuchungshaft.
Aalen: Ermittlungserfolg in Italien

Aalen (ost)
Ein Mann wurde im Mai dieses Jahres in Aalen wegen des Verdachts auf versuchten Totschlag festgenommen und von Italien nach Deutschland überstellt.
Am Abend des 23. Mai 2026 soll der damals 20-jährige Mann vor einer Gaststätte in der Julius-Leber-Straße nach einem kurzen Streit mit einer Schreckschusswaffe aus nächster Nähe auf das Gesicht eines 25-Jährigen geschossen haben. Der 25-Jährige erlitt schwere Verletzungen und musste im Krankenhaus behandelt werden.
Der Verdächtige wurde identifiziert, war aber zu diesem Zeitpunkt bereits im Ausland. Ein Europäischer Haftbefehl wurde ausgestellt und eine internationale Fahndung eingeleitet.
Die italienische Polizei konnte den 20-jährigen Deutschen schließlich auf Sizilien finden und am Abend des 29.08.2026 festnehmen. Er befand sich in einer Unterkunft.
Nach seiner Überführung nach Deutschland am 17.09.2026 wurde der 20-Jährige am Vormittag des 18.09.2026 einem Richter am Amtsgericht Ellwangen vorgeführt. Der Haftbefehl wurde vollstreckt und der Verdächtige inhaftiert.
Ursprüngliche Meldung vom 26.05.2026:
Aalen: Auseinandersetzung eskaliert
Am Samstag gegen 22:40 Uhr kam es vor einem Imbiss in der Julius-Leber-Straße zu einem Streit zwischen zwei Männern im Alter von 25 und 19 Jahren. Während des Streits zog der 19-Jährige eine Schreckschusswaffe und schoss seinem Kontrahenten aus nächster Nähe ins Gesicht. Danach flüchtete er in unbekannte Richtung. Der 25-Jährige wurde verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an.
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110969/6282290
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Mordraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 stiegen leicht an. Im Jahr 2022 wurden 315 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 338 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 304 auf 312. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 381 auf 402, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Jahr 2023 waren 363 der Verdächtigen männlich, während 39 weiblich waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 165 auf 211. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 315 | 338 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 304 | 312 |
| Anzahl der Verdächtigen | 381 | 402 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 345 | 363 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 36 | 39 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 165 | 211 |
Quelle: Bundeskriminalamt








