Am Samstag fanden in Rommelsbach ein AfD-Bürgerdialog und zwei Gegenkundgebungen statt. Die Polizei musste bei Auseinandersetzungen eingreifen und elf Personen vorübergehend festnehmen.
AfD-Bürgerdialog und Protest in Rommelsbach

Reutlingen (ost)
Polizeieinsätze des PP Reutlingen
Im Rahmen eines Bürgerdialogs der AfD am Samstag in Rommelsbach und zwei angemeldeten Gegenkundgebungen unter dem Motto „Bündnis gemeinsam und solidarisch gegen Rechts“ und „Reutlingen bleibt BUNT“ führte das Polizeipräsidium Reutlingen die erforderlichen Maßnahmen durch. Die Polizeibeamten des Polizeipräsidiums Reutlingen wurden während des Einsatzes unter der Leitung des Polizeireviers Reutlingen von Kräften des Polizeipräsidiums Einsatz, einschließlich Polizeireiter, unterstützt.
Um 16 Uhr begann auf dem Marktplatz in Rommelsbach die genehmigte Versammlung, an der laut Polizeiangaben rund 1.000 Personen teilnahmen. Die Teilnehmer der Versammlung bildeten dann einen Zug, der sich gegen 17 Uhr zu einer Kundgebung an der Wittumhalle in Bewegung setzte. Mit dem Zustrom weiterer Teilnehmer wuchs der Zug und die anschließende Kundgebung vor der Wittumhalle auf geschätzte 4.000 Teilnehmer an. Die Versammlung endete gegen 19.10 Uhr. Danach entfernten sich die meisten Teilnehmer allmählich. Einige Teilnehmer der Versammlung, die größtenteils dem linken politischen Spektrum zuzuordnen waren, zogen unter Polizeischutz in Richtung Bahnhof, wobei es zu vereinzelten Provokationen gegenüber den begleitenden Einsatzkräften kam.
Während der Versammlung kam es zu einzelnen Konfrontationen mit der Polizei, nachdem Teilnehmer die Einsatzkräfte mit Fahnenstangen angegriffen, versucht hatten, die Absperrungen zu überwinden oder die Polizeibeamten mit Eiern beworfen hatten. Insgesamt wurden elf Personen, die während der Versammlung vermummt waren, vorübergehend festgenommen und Platzverweise erteilt. In einem Fall leistete eine Person Widerstand gegen die Einsatzkräfte, in einem anderen Fall musste Pfefferspray eingesetzt werden. Ein Polizist wurde bei der Abwehr einer Fahnenstange leicht verletzt, konnte jedoch seinen Dienst fortsetzen. Entsprechende strafrechtliche Verfahren wurden eingeleitet. (cw)
Quelle: Presseportal








