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Alkohol- und Drogenfahrten im Bodenseekreis

Mehrere Fahrten unter Alkohol- und Drogeneinwirkung haben Beamte der Polizeireviere Friedrichshafen und Überlingen in den zurückliegenden Tagen zur Anzeige gebracht. Am Wochenende wurden mehrere Fahrer mit deutlich erhöhten Promillewerten gestoppt und festgenommen.

Foto: Depositphotos

Bodenseekreis (ost)

Bodenseekreis

Fahrten unter Alkohol- und Drogeneinfluss

Mehrere Fahrten unter Alkohol- und Drogeneinfluss wurden von Beamten der Polizeireviere Friedrichshafen und Überlingen in den letzten Tagen zur Anzeige gebracht. Am Samstagabend stürzte die 41-jährige deutsche Fahrerin eines E-Scooters in Meckenbeuren offenbar aufgrund ihrer Alkoholisierung, ohne dass Fremdeinwirkung vorlag. Obwohl sie unverletzt blieb, zeigte sie deutliche Ausfallerscheinungen. Ein Vortest ergab einen Wert von über 3,4 Promille. Ebenfalls am späten Samstagabend war ein 21-jähriger Deutscher in Friedrichshafen auf einem Elektroroller unterwegs und fiel durch seine unsichere Fahrweise auf. Bevor er einer Verkehrskontrolle unterzogen wurde, versuchte er zu Fuß zu flüchten, wurde jedoch von den Beamten eingeholt und festgenommen. Ein Vortest ergab bei ihm annähernd 1,2 Promille, außerdem war ein Drogentest positiv auf THC. Kurz nach Mitternacht wurde am frühen Sonntag ein 35-jähriger deutscher Autofahrer in Uhldingen-Mühlhofen kontrolliert. Neben verschiedenen Ausfallerscheinungen zeigte ein Atemalkoholvortest bei ihm rund 2,2 Promille an. Nur kurze Zeit später wurde in Unteruhldingen ein mit zwei Personen besetzter E-Scooter angehalten und kontrolliert. Auch die 17-jährige Fahrerin zeigte alkoholbedingte Auffälligkeiten, der Atemalkoholtest ergab über 1,4 Promille. Am frühen Sonntagmorgen wurde ein 29-jähriger E-Scooter-Fahrer in Friedrichshafen angehalten, der Anzeichen von Drogenkonsum zeigte. Ein Drogenvortest reagierte positiv auf Kokain. Am Sonntagmorgen fiel ein 32-jähriger Fahrradfahrer mit tschechischer Staatsangehörigkeit in Tettnang auf, der laut Vortest offenbar mit rund 2 Promille unterwegs war. Alle Beteiligten mussten die Beamten zur Blutentnahme durch einen Arzt begleiten und durften ihre Fahrten nicht fortsetzen. Gegen die Fahrerinnen und Fahrer unter Alkoholeinfluss wurden Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr eingeleitet, während der 29-Jährige mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen muss.

Friedrichshafen

Einbruch in Wohnung

In eine Wohnung in der Waggershauser Straße brach ein unbekannter Täter zwischen Samstagmittag und Sonntagnachmittag ein. Der Täter brach die Wohnungstür in dem Mehrfamilienhaus auf und stahl Bargeld. Das Polizeirevier Friedrichshafen ermittelt zu dem Einbruch und bittet unter Tel. 07541/701-0 um sachdienliche Hinweise zu Tat und Täter.

Friedrichshafen

Flucht vor Polizeikontrolle

Ein 52-jähriger Mann flüchtete am frühen Sonntagmorgen in der Zeppelinstraße vor einer Polizeikontrolle auf seinem Motorroller. Gegen 0.30 Uhr wollte eine Polizeistreife das Kleinkraftrad überprüfen, da es durch deutlich überhöhte Geschwindigkeit auffiel. Anstatt anzuhalten, gab der Fahrer Gas und fuhr davon. Obwohl er kurz darauf anhielt, setzte er seine Flucht fort, als die Beamten gerade aus dem Streifenwagen aussteigen wollten. Sie verloren den italienischen Verdächtigen schließlich in einem Wohngebiet aus den Augen und brachen die Verfolgung ab. Gegen den 52-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens eingeleitet.

Kressbronn

Unfall durch kurzzeitiges Einschlafen verursacht

Die Polizei ermittelt gegen eine 71-jährige Autofahrerin wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung, nachdem sie am frühen Sonntagmorgen auf der B 31 bei Kressbronn einen Verkehrsunfall verursacht hatte. Gegen 6.30 Uhr fuhr die Frau von Lindau kommend in Richtung Kressbronn und geriet mutmaßlich aufgrund von Sekundenschlaf nach links von der Fahrbahn ab. Zeugen eines entgegenkommenden Autos erkannten die Situation rechtzeitig, sodass keine Gefahr entstand. Der Mercedes prallte schließlich neben der Fahrbahn gegen eine Steinmauer. Weder die 71-jährige Frau noch ihre beiden 74 und 11 Jahre alten Insassen wurden nach bisherigem Stand verletzt. Am Auto entstand ein geschätzter Sachschaden von rund 7.000 Euro.

Markdorf

Diebstahl von Zeugen gestoppt

Ein stark alkoholisierter 39-jähriger Mann beging am Sonntagnachmittag in Hepbach-Stadel zwei Diebstähle und wurde von aufmerksamen Zeugen gestoppt. Kurz vor 15 Uhr betrat der Mann ein unverschlossenes Wohnhaus und stahl einen Rucksack. Kurz darauf versuchte er an einer nahegelegenen Reitanlage, die Kupplung eines Fahrradanhängers zu durchtrennen und diesen ebenfalls zu stehlen. Eine Zeugin überraschte den 39-Jährigen auf der Reitanlage, erkannte ihren zuvor gestohlenen Rucksack wieder und hielt den Dieb gemeinsam mit weiteren Anwesenden fest, bis die Polizei eintraf. Gegen ihn wird nun strafrechtlich ermittelt.

Uhldingen-Mühlhofen

Hauswand mit Eiern beworfen

Das Polizeirevier Überlingen ermittelt gegen eine 48-jährige Frau wegen Sachbeschädigung. Die Frau wird verdächtigt, am Sonntagnachmittag gegen 14 Uhr die Fassade und die Fensterläden eines Nachbarhauses in der Linzgaustraße mit mehreren Eiern beworfen zu haben. Durch den Angriff wurden die Wände und Fensterläden erheblich verschmutzt, sodass eine professionelle Reinigung erforderlich ist.

Salem

Radfahrerin stürzt an Baustellenkante schwer

Eine 76-jährige Frau zog sich am Sonntagnachmittag gegen 14 Uhr schwere Verletzungen zu, als sie auf einem Radweg im Ortsteil Mimmenhausen an einer Kante im Asphalt im Bereich einer Baustelle stürzte. Trotz des getragenen Helms erlitt die Frau schwere Kopfverletzungen und wurde vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht. Die Ermittlungen zur ordnungsgemäßen Absicherung der Baustelle dauern an.

Meersburg

Vandalismus

Unbekannte Vandalen verursachten in der Nacht zum Sonntag im Droste-Hülshoff-Weg Sachschaden. Zwischen 23:30 Uhr und 1 Uhr rissen die Täter eine Fassadenleuchte von einem Gebäude und warfen sie auf die Straße. Außerdem stießen sie mehrere Tonfiguren von einer Gartenmauer auf die Fahrbahn. Sowohl die Leuchte als auch die Figuren wurden dabei zerstört. Das Polizeirevier Überlingen hat die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung aufgenommen und bittet Personen, die im fraglichen Zeitraum Verdächtiges beobachtet haben, sich unter Tel. 07551/804-0 zu melden.

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Hinweis in eigener Sache – Nennung der Nationalität von Tatverdächtigen bei Straftaten

Zum 01.09.26 wurde die “Gemeinsame Verwaltungsvorschrift des Justizministeriums und des Innenministeriums Baden-Württemberg über die Unterrichtung der Öffentlichkeit in Strafverfolgungssachen” angepasst. Unter Punkt 4 sieht diese nun vor, dass bei der Berichterstattung über Straftaten grundsätzlich auch die Nationalität der bzw. des Tatverdächtigen zu nennen ist. Ausnahmen davon sind ebenfalls beschrieben, beispielsweise unterbleibt diese Nennung bei Minderjährigen generell. Wir werden, wie alle Polizeipräsidien in Baden-Württemberg, diese Regelung ab sofort umsetzen und auch in unseren täglichen Meldungen bei Berichten über Straftaten (inklusive Verkehrsstraftaten) die Nationalität von Tatverdächtigen in der Regel angeben – sofern diese uns zweifelsfrei bekannt ist und keine Hinderungsgründe entgegenstehen. Diese Regelung gilt nicht für Ordnungswidrigkeiten oder sonstige polizeiliche Anlässe.

Quelle: Presseportal

Einbruchstatistiken in Baden-Württemberg für 2022/2023

Die Einbruchsraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 4508 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 5204 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 787 auf 826. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 676 auf 733, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 589 auf 653 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 87 auf 80 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 316 auf 432. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Einbruchsfällen in Deutschland mit 27061 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 4.508 5.204
Anzahl der aufgeklärten Fälle 787 826
Anzahl der Verdächtigen 676 733
Anzahl der männlichen Verdächtigen 589 653
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 87 80
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 316 432

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zur Drogenkriminalität in Baden-Württemberg für 2022/2023

Die Drogenraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 40.049 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 37.873 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 36.787 auf 34.877. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 32.420 auf 30.714 zurück. Von den Verdächtigen waren 28.389 männlich, 4.031 weiblich und 10.727 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 registrierten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 40.049 37.873
Anzahl der aufgeklärten Fälle 36.787 34.877
Anzahl der Verdächtigen 32.420 30.714
Anzahl der männlichen Verdächtigen 28.389 26.963
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 4.031 3.751
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 10.727 11.419

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023

Im Jahr 2023 gab es insgesamt 306644 Verkehrsunfälle in Baden-Württemberg. Davon waren 33630 Unfälle mit Personenschaden, was 10.97% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 10355 Unfälle aus, was 3.38% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 1733 Fällen oder 0.57% vertreten. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 260926, was 85.09% aller Unfälle ausmacht. In der Ortslage innerorts gab es 25663 Unfälle (8.37%), außerorts (ohne Autobahnen) 13562 Unfälle (4.42%) und auf Autobahnen 3369 Unfälle (1.1%). Insgesamt gab es 369 Getötete, 6139 Schwerverletzte und 36086 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 306.644
Unfälle mit Personenschaden 33.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 10.355
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.733
Übrige Sachschadensunfälle 260.926
Ortslage – innerorts 25.663
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.562
Ortslage – auf Autobahnen 3.369
Getötete 369
Schwerverletzte 6.139
Leichtverletzte 36.086

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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