Ein 69-Jähriger geriet infolge eines Sekundenschlafs auf die Gegenfahrbahn und streifte Verkehrseinrichtungen. Polizei warnt vor Übermüdung am Steuer.
Autofahrer verursacht Unfälle in Ertingen

Ulm (ost)
Am Morgen gegen 8 Uhr fuhr der ältere Herr die Herbertinger Straße in Richtung Ertingen entlang. Während der Fahrt übermannte ihn möglicherweise ein kurzer Schlaf und er geriet mit seinem Opel auf die Gegenfahrbahn. Der Autofahrer überquerte mehrere Meter den Grünstreifen und streifte einen Leitpfosten sowie eine Hecke. Ein Zeuge beobachtete dies und folgte dem Opel-Fahrer. Dieser fuhr unbeeindruckt mit Schrittgeschwindigkeit bis zum nächsten Kreisverkehr weiter. Beim Verlassen des Kreisverkehrs berührte der Opel noch ein Verkehrszeichen, wie der Zeuge später der Polizei mitteilte. Er konnte den Autofahrer dazu bringen, anzuhalten und auf die Unfälle hinzuweisen. Zunächst ignorierte der ältere Herr dies und fuhr weiter in Richtung Binzwangen. Zwischen Ertingen und Dürmentingen an einem Feldweg schien er einzusehen und hielt an. Dort wurde er von der Polizei angetroffen. Der Fahrer gab spontan an, eingeschlafen zu sein. Außerdem teilte er den Polizisten mit, dass er vor der Fahrt Medikamente eingenommen hatte. Um dies zu überprüfen, musste er eine Blutprobe in einem Krankenhaus abgeben. Der Senior blieb glücklicherweise unverletzt. Am Fahrzeug und den Verkehrseinrichtungen entstand nur geringer Schaden. Der 69-Jährige erwartet nun eine Anzeige wegen Straßenverkehrsgefährdung. Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft musste er seinen Führerschein abgeben.
Polizei-Hinweis:
Die Straßenverkehrsordnung verlangt, dass der Fahrer jederzeit körperlich fit ist. Müdigkeit kann zu Sekundenschlaf führen. Dadurch können Unfälle mit schwerwiegenden Folgen für Fahrer und Dritte auftreten. Daher drohen den Verursachern hohe Strafen. Die Polizei empfiehlt daher, vor Fahrtantritt ausreichend zu schlafen, regelmäßige Pausen einzulegen oder Parkplätze für kurze Bewegungspausen zu nutzen, um den Kreislauf in Schwung zu halten.
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Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Baden-Württemberg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 306644 Unfälle. Davon entfallen 33630 Unfälle auf Personenschäden, was einem Anteil von 10,97% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 10355 Fälle aus, was 3,38% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel betragen 1733 Fälle (0,57%). Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 260926 Fälle (85,09%). Innerorts ereigneten sich 25663 Unfälle (8,37%), außerorts (ohne Autobahnen) 13562 Unfälle (4,42%) und auf Autobahnen 3369 Unfälle (1,1%). Die Anzahl der Getöteten beträgt 369, Schwerverletzte 6139 und Leichtverletzte 36086.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 306.644 |
| Unfälle mit Personenschaden | 33.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 10.355 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.733 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 260.926 |
| Ortslage – innerorts | 25.663 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.562 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.369 |
| Getötete | 369 |
| Schwerverletzte | 6.139 |
| Leichtverletzte | 36.086 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








