Ein 52-Jähriger raubte einen Pkw in Bad Wimpfen und flüchtete über mehrere Autobahnen, verletzte Polizeibeamte und andere Verkehrsteilnehmer.
Bad Rappenau: Autodieb in Hessen festgenommen

Heilbronn/Mannheim/Darmstadt (ost)
Am Mittwochnachmittag, gegen 17:15 Uhr, soll ein 52-jähriger Mann gewaltsam einen silbernen Kleinwagen in seine Gewalt gebracht haben und in Richtung der Autobahnanschlussstelle Bad Rappenau gefahren sein. Zuvor stand das Fahrzeug mit geöffneter Heckklappe auf einem Parkplatz zwischen Bad Wimpfen und Bad Rappenau. Im Kofferraum befand sich ein Hundewelpe in einer Transportbox. Ab 17:35 Uhr gingen mehrere Notrufe beim Polizeipräsidium Heilbronn ein, die besagten, dass ein silberner Kleinwagen mit offener Heckklappe unsicher unterwegs sei. Zunächst fuhr der Mann auf der Landesstraße 530 in Richtung Bad Wimpfen. Dort soll er ein anderes Fahrzeug gestreift haben und dann von der Unfallstelle in Richtung der Anschlussstelle Bad Rappenau geflüchtet sein. Zeugen meldeten die Auffahrt des Wagens in Richtung Mannheim. Gegen 18 Uhr wurde der Flüchtige an der Autobahnanschlussstelle Wiesloch-Rauenberg von der Verkehrspolizei Mannheim gesichtet. Trotz mehrerer Anhalteversuche konnte der 52-Jährige nicht gestoppt werden. Er setzte seine Flucht über die Bundesautobahnen 6, 67 und 5 in Richtung Darmstadt fort. Dabei ignorierte er polizeiliche Anweisungen, fuhr mehrmals auf dem Standstreifen, umfuhr stockenden Verkehr, stieß gegen Baustellensicherungen und brachte sowohl Polizeikräfte als auch unbeteiligte Verkehrsteilnehmer in Gefahr. Gegen 18:40 Uhr gelang es der Landespolizei Hessen, das Fahrzeug auf der BAB 5 mit Hilfe mehrerer Polizeifahrzeuge zum Stillstand zu bringen. Da sich der 52-Jährige bei seiner Festnahme heftig wehrte, mussten die Beamten Pfefferspray einsetzen. Eine Polizistin des Polizeipräsidiums Mannheim und ein Polizist der Landespolizei Hessen wurden während des Einsatzes verletzt. Insgesamt wurden vier Polizeifahrzeuge während der Verfolgungsjagd beschädigt, zwei davon sind nicht mehr fahrbereit. Am gestohlenen Opel Astra entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden. Der 52-Jährige wurde am Donnerstag einem Haftrichter beim Amtsgericht Heilbronn vorgeführt. Ein Haftbefehl aufgrund des Verdachts auf Raub und verschiedener Verkehrsdelikte (insbesondere gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, illegale Autorennen und Fahren ohne Fahrerlaubnis) sowie gefährlicher Körperverletzung wurde von der Staatsanwaltschaft Heilbronn beantragt und vollstreckt. Der Verdächtige wurde inhaftiert. Die Polizei Heilbronn bittet weitere Verkehrsteilnehmer, die durch das Verhalten des Mannes gefährdet wurden, sich bei der Verkehrspolizeiinspektion Weinsberg unter der Telefonnummer 07134 513-0 zu melden. Die Hintergründe der Tat sind derzeit noch unklar.
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 3042 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 3782 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 2037 im Jahr 2022 auf 2518 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 2602 im Jahr 2022 auf 3202 im Jahr 2023. Von den Verdächtigen waren 2369 männlich und 233 weiblich im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 2906 männliche und 296 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1313 im Jahr 2022 auf 1674 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 3.042 | 3.782 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 2.037 | 2.518 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.602 | 3.202 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.369 | 2.906 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 233 | 296 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.313 | 1.674 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023
Im Jahr 2023 gab es insgesamt 306644 Verkehrsunfälle in Baden-Württemberg. Davon waren 33630 Unfälle mit Personenschaden, was 10.97% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 10355 Fälle (3.38%) aus, während Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel nur 1733 Mal (0.57%) vorkamen. Die meisten Unfälle waren Übrige Sachschadensunfälle mit 260926 Fällen (85.09%). In Ortslagen innerorts gab es 25663 Unfälle (8.37%), außerorts (ohne Autobahnen) 13562 Unfälle (4.42%) und auf Autobahnen 3369 Unfälle (1.1%). Insgesamt gab es 369 Getötete, 6139 Schwerverletzte und 36086 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 306.644 |
| Unfälle mit Personenschaden | 33.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 10.355 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.733 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 260.926 |
| Ortslage – innerorts | 25.663 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.562 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.369 |
| Getötete | 369 |
| Schwerverletzte | 6.139 |
| Leichtverletzte | 36.086 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)







