Die DPolG begrüßt den Grundsatzbeschluss des DFB, Vereine stärker an den Kosten von Polizeieinsätzen zu beteiligen. Gebührenbescheide sind ein wirksamer Anreiz für Gewaltprävention und Sicherheitsmaßnahmen.
Berlin: DFB-Beschluss bestätigt DPolG-Forderungen

Berlin (ost)
Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) begrüßt den Grundsatzbeschluss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Vereine künftig stärker an den Kosten von Polizeieinsätzen bei Hochrisikospielen zu beteiligen. Damit folgt der DFB einem Weg, den die DPolG seit Jahren fordert und der durch die Rechtsprechung ausdrücklich bestätigt wurde.
Mit Unverständnis nimmt die DPolG jedoch die Äußerungen von DFB-Präsident Bernd Neuendorf zur Kenntnis, wonach Gebührenbescheide kein geeigneter Ansatz seien.
DPolG-Bundesvorsitzender Heiko Teggatz erklärt:
“Anders als DFB-Präsident Neuendorf behauptet, sehen wir bei Gebührenbescheiden sehr wohl einen richtigen Ansatz. Die Vereine müssen deutlich spüren, dass ein fahrlässiger Umgang mit der Sicherheit im Zusammenhang mit Fußballspielen richtig viel Geld kosten kann. Wer Milliarden mit dem Profifußball verdient, darf sich seiner Verantwortung für die Sicherheit nicht entziehen.”
Die Polizei leistet bundesweit Jahr für Jahr hunderttausende Einsatzstunden rund um den Profifußball. Gleichzeitig erwirtschaftet die Fußballbranche Milliardenumsätze. Es ist deshalb nicht nachvollziehbar, warum die Allgemeinheit dauerhaft die Einsatzkosten tragen soll, während Veranstalter und Vereine von den Einnahmen profitieren. Die DPolG hatte bereits vor dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Januar 2025 eine flächendeckende Einführung von Gebührenbescheiden nach dem Bremer Modell gefordert.
Teggatz weiter:
“Gebührenbescheide sind kein Selbstzweck und keine Bestrafung des Fußballs. Sie schaffen aber einen wirksamen Anreiz, Gewaltprävention und Sicherheitsmaßnahmen ernst zu nehmen.
Der heute vom DFB gefasste Grundsatzbeschluss ist ein wichtiger Schritt. Nun sind die Länder gefordert, dem Bremer Beispiel zu folgen und die rechtlich zulässigen Gebührenbescheide bei Hochrisikospielen konsequent zu erlassen. Gerade in Zeiten angespannter öffentlicher Haushalte ist es kaum nachvollziehbar, dass vielerorts weiterhin auf eine Beteiligung der Profivereine an den zusätzlichen Polizeikosten verzichtet wird. Wer hohe Gewinne erzielt, muss auch Verantwortung übernehmen – Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif.”
Quelle: Presseportal








