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Betrug durch Schockanruf: Seniorin übergibt Bargeld an falsche Polizeibeamte

Betrüger erbeuten 75.000 Euro von Seniorin nach Schockanruf mit falschen Krankenhaus- und Polizeimitarbeitern. Kriminalpolizei Rottweil ermittelt, Präventionshinweise der Polizei beachten.

Foto: unsplash

Rottweil (ost)

Am Mittwoch hatten Gauner Erfolg mit ihrem Schreckensanruf bei einer älteren Dame.

Zur Mittagszeit rief ein vermeintlicher Krankenhausmitarbeiter die 85-jährige Betroffene an und teilte mit, dass ihre Tochter wegen einer diagnostizierten Darmkrebserkrankung ins Krankenhaus eingeliefert worden sei. Um die angeblich notwendigen Medikamente zu bezahlen, sei eine Zahlung von 75.000 Euro erforderlich. Außerdem behauptete der Unbekannte, dass der Schwiegersohn bereits 5.000 Euro angezahlt habe.

Nachdem das Telefonat beendet war, meldete sich ein angeblicher Polizist bei der 85-jährigen Dame. Dieser informierte die Seniorin darüber, dass der vorherige Anrufer ein Betrüger gewesen sei und die Polizei ihn festnehmen wolle. Schließlich überredete der falsche Polizeibeamte die Geschädigte dazu, Bargeld und Wertgegenstände im vierstelligen Bereich an einen Unbekannten zu übergeben.

Die Kriminalpolizei Rottweil hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugenhinweise werden unter Tel. 0741 4770 entgegengenommen.

Präventionshinweis:

Bei sogenannten Schreckensanrufen empfiehlt die Polizei dringend, sofort aufzulegen und über eine bekannte Telefonnummer direkt Kontakt mit dem Sohn, der Tochter, dem Enkel oder der Nichte aufzunehmen. Wenn diese nicht sofort erreichbar sind, sollte man sich auf keinen Fall unter Druck setzen lassen und gegebenenfalls zunächst bei Verwandten oder bei der Polizei um Rat fragen.

Die Polizei und andere Amtsträger fragen niemals nach Wertsachen und verlangen auch kein Geld!

Wenn Sie einen Anruf von einem vermeintlichen Polizisten oder Amtsträger erhalten, legen Sie sofort auf und wählen Sie den Polizeinotruf 110.

Wenn die Gauner Sie dazu gebracht haben, Bargeld und Wertgegenstände bei einer Bank abzuholen, nehmen Sie die Hinweise der Bankangestellten ernst, wenn sie Sie auf einen möglichen Betrug hinweisen. Hinterfragen Sie die Situation – auch wenn Sie besorgt um Ihre Lieben sind!

Am besten lässt sich ein solcher Anruf vermeiden, indem Sie Ihren Telefonbucheintrag löschen lassen. Betrüger suchen oft nach Vornamen, die sie älteren Menschen zuordnen können.

Informationen zum Ändern oder Löschen von Telefonbucheinträgen sowie weitere Tipps und Hinweise finden Sie auf der Infoseite der Polizeilichen Kriminalprävention zum Thema “Betrug durch falsche Polizisten” unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-durch-falsche-polizisten/

Wenn Sie selbst nicht in der Lage sind, die entsprechenden Informationen einzusehen, herunterzuladen oder auszudrucken, bitten Sie Familienmitglieder, Freunde oder Nachbarn um Hilfe oder wenden Sie sich an Ihr örtliches Polizeirevier.

Sensibilisieren Sie insbesondere ältere Menschen in Ihrem Umfeld für diese Betrugsmasche!

Quelle: Presseportal

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