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Biberach an der Riß: Rücksichtsloser Sattelzugfahrer gefährdet Verkehrsteilnehmer

Ein Sattelzug nötigt mehrere Fahrzeuge zu Ausweichmanövern, Polizei ermittelt wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.

Foto: unsplash

Ulm (ost)

Am gestrigen Mittwochabend war ein 40-Jähriger mit seinem Sattelzug auf der B 312 aus Fahrtrichtung Uttenweiler her kommend in Richtung Biberach unterwegs.

Aus bislang ungeklärten Gründen scherte sich der Fahrer dieses Sattelzuges während seiner Fahrt weder um andere Verkehrsteilnehmer noch um geltende Vorschriften im Straßenverkehr.

Gegen 19.15 Uhr fuhr er einem voraussfahrenden Pkw bei gleichzeitiger Überscheitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit für Lkw so dicht auf, dass es dem Pkw-Lenker „dezent unwohl“ wurde.

Der Sattelzuglenker setzte dann auf Höhe der Burrengaststätte zu einem ersten Überholmanöver an; der überholte Pkw-Lenker musste daraufhin leicht Abbremsen, um dem Sattelzug ein Einscheren zu ermöglichen.

In der nächsten langgezogenen Rechtskurve setzte der besagte Sattelzug trotz erkennbarem Gegenverkehr zum nächsten Überholmanöver eines weiteren Autos an.

Die zwei Fahrzeuge im Gegenverkehr, ein Auto und ein Sattelzug, mussten, wie auch das überholte Auto, jeweils in den Grünstreifen neben der Fahrbahn ausweichen, um einen drohenden schweren Frontalunfall zu vermeiden.

Der überholende Sattelzuglenker brauste zwischen den zum Fahrbahnrand ausweichenden Fahrzeugen durch und setzte seine Fahrt unbeirrt mit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Biberach fort.

Auf Höhe der Abfahrt nach Rißegg konnte er von einer Polizeistreife gestoppt werden.

Die Verständigung mit dem aus einer zentralasiatischen Republik stammenden Lkw-Fahrers gestaltete sich aufgrund sprachlicher Barrieren schwierig. Die Antwort, ob sich die Verkehrsvorschriften in Bezug auf Überholmanöver in beiden Ländern derart unterscheiden, blieb der Mann schuldig.

Die Staatsanwaltschaft Ravensburg ordnete die Erhebung einer Sicherheitsleistung im vierstelligen Eurobereich an.

Die Polizei in Biberach führt gegen den Sattelzugfahrer ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.

Weitere Zeugen bzw. Geschädigte der Überholmanöver werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Biberach unter Tel.-Nr. 07351-447 0 in Verbindung zu setzen.

+++ Polizeipräsidium Ulm, Polizeiführer vom Dienst (U.Hä.) – 910049 email: ulm.pp.fest.flz@polizei.bwl.de

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023

Im Jahr 2023 gab es insgesamt 306.644 Verkehrsunfälle in Baden-Württemberg. Davon waren 33.630 Unfälle mit Personenschaden, was 10,97% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 10.355 Fälle aus, was 3,38% ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.733 Fällen registriert, was 0,57% aller Unfälle entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 260.926 Fälle, was 85,09% ausmacht. Innerorts gab es 25.663 Unfälle (8,37%), außerorts (ohne Autobahnen) 13.562 Unfälle (4,42%) und auf Autobahnen 3.369 Unfälle (1,1%). Insgesamt gab es 369 Getötete, 6.139 Schwerverletzte und 36.086 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 306.644
Unfälle mit Personenschaden 33.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 10.355
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.733
Übrige Sachschadensunfälle 260.926
Ortslage – innerorts 25.663
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.562
Ortslage – auf Autobahnen 3.369
Getötete 369
Schwerverletzte 6.139
Leichtverletzte 36.086

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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