Ein 24-Jähriger soll eine Radfahrerin auf der B27 gestoßen haben, um eine Kollision mit einem Auto zu verursachen.
Bietigheim-Bissingen: 24-Jähriger stößt Radfahrerin auf Bundesstraße

Ludwigsburg (ost)
Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg führt seit Mittwoch (10.06.2026) Ermittlungen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts gegen einen 24-jährigen Mann durch.
Am Mittwoch (10.06.2026) um 14.25 Uhr soll der 24-Jährige entlang eines Fuß- und Radwegs an der Bundesstraße 27 (B27) von Besigheim in Richtung Bietigheim-Bissingen/Kammgarnspinnerei gelaufen sein. Dort stieß er unerwartet eine 20-jährige Pedelec-Fahrerin zur Seite, die ihm entgegenkam, kurz nach einer Baustelle. Obwohl die 20-Jährige auf dem Fahrrad bleiben konnte, geriet sie aufgrund des Stoßes auf die stark befahrene B27. Mit Mühe schaffte es die junge Frau, das Pedelec von der Gegenfahrbahn auf die Fahrbahn in Richtung Besigheim zu lenken und so eine Kollision mit einem Auto in Richtung Kammgarnspinnerei zu vermeiden.
Daraufhin kehrte die 20-Jährige auf den Radweg zurück und erstattete Anzeige beim Polizeiposten Besigheim. Der 24-Jährige wurde kurz darauf vorläufig festgenommen, nachdem sofortige Fahndungsmaßnahmen eingeleitet wurden.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn wurde der deutsche Tatverdächtige am Donnerstag (11.06.2026) einem Haftrichter am Amtsgericht Heilbronn vorgeführt. Aufgrund des dringenden Verdachts des versuchten Totschlags ordnete der Richter die vorläufige Unterbringung des 24-Jährigen in einer psychiatrischen Klinik an, da es nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen starke Anhaltspunkte dafür gibt, dass der Tatverdächtige im Zustand der Schuldunfähigkeit oder zumindest der verminderten Schuldfähigkeit gehandelt hat.
Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg bittet Zeugen des Vorfalls, sich zu melden. Insbesondere der Fahrer oder die Fahrerin des Autos, mit dem die junge Frau beinahe kollidierte, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0800 1100225 oder per E-Mail an hinweise.kripo.ludwigsburg@polizei.bwl.de bei der Kriminalpolizei zu melden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Mordraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 315 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 338 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 304 im Jahr 2022 auf 312 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 381 im Jahr 2022 auf 402 im Jahr 2023. Davon waren 345 männliche Verdächtige und 36 weibliche Verdächtige im Jahr 2022, während es 363 männliche und 39 weibliche Verdächtige im Jahr 2023 gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 165 im Jahr 2022 auf 211 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 315 | 338 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 304 | 312 |
| Anzahl der Verdächtigen | 381 | 402 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 345 | 363 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 36 | 39 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 165 | 211 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Baden-Württemberg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 306644 Unfälle. Davon endeten 33630 Unfälle mit Personenschaden, was 10,97% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 10355 Fälle aus, was 3,38% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1733 Fällen registriert, was 0,57% aller Unfälle ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 260926, was 85,09% entspricht. Innerorts gab es 25663 Unfälle (8,37%), außerorts (ohne Autobahnen) 13562 Unfälle (4,42%) und auf Autobahnen 3369 Unfälle (1,1%). Insgesamt gab es 369 Getötete, 6139 Schwerverletzte und 36086 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 306.644 |
| Unfälle mit Personenschaden | 33.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 10.355 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.733 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 260.926 |
| Ortslage – innerorts | 25.663 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.562 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.369 |
| Getötete | 369 |
| Schwerverletzte | 6.139 |
| Leichtverletzte | 36.086 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








