Das Polizeipräsidium Ravensburg zieht eine Bilanz zu den Kontrollen bei der „Tuning World Bodensee 2026“. Über 950 Fahrzeuge wurden überprüft, 373 Verstöße festgestellt.
Bodenseekreis: Bilanz der Polizei Ravensburg zu Tuning-Kontrollen

Friedrichshafen/Bodenseekreis (ost)
Anlässlich der Messe „Tuning World Bodensee 2026“, die von Donnerstag bis Sonntag auf dem Messegelände in Friedrichshafen stattfand, zieht das Polizeipräsidium Ravensburg eine Bilanz zu den durchgeführten Tuning-Kontrollen. Seit letztem Mittwoch überprüften Beamte schwerpunktmäßig im Bodenseekreis bei festen und mobilen Kontrollen insgesamt über 950 Fahrzeuge – mit teils klaren Ergebnissen.
In 373 Fällen wurden Verstöße gegen die geltenden Vorschriften festgestellt, davon entfielen etwa 210 auf unerlaubte technische Veränderungen an den Fahrzeugen. Bei vielen dieser Autos hatte die Manipulation einen deutlichen Einfluss auf das Lärmverhalten. 55 Fahrzeuge wurden aufgrund des Verdachts erheblicher Verstöße sichergestellt oder beschlagnahmt. Diese werden nun von einem technischen Sachverständigen untersucht oder, bei Verdacht auf illegale Leistungssteigerung, auf einem Prüfstand überprüft. Darüber hinaus wurde 81 Fahrern die Weiterfahrt untersagt, da ihre Fahrzeuge aufgrund technischer Änderungen nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen entsprachen. In einigen Fällen konnten die Mängel vor Ort behoben werden, sodass eine spätere Weiterfahrt möglich war. Insgesamt stellten die kontrollierenden Beamten knapp 230 sogenannte Mängelberichte aus. Vier Personen fuhren ohne gültige Fahrerlaubnis, in sechs weiteren Fällen ergab sich der Verdacht auf Einfluss von Betäubungsmitteln.
An den vier Einsatztagen waren zahlreiche speziell geschulte Polizeibeamte im Einsatz. Sie wurden fachlich von Beamten anderer Polizeipräsidien aus Baden-Württemberg und anderen Bundesländern unterstützt, zum Beispiel aus Bayern, Hessen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen. Auch Einsatzkräfte aus Österreich und der Schweiz waren an den Kontrollstellen beteiligt. Ebenso waren Zollbeamte und Mitarbeiter des Landratsamtes vor Ort. Kräfte des Technischen Hilfswerks kümmerten sich um die Logistik an den festen Kontrollstellen.
Die Polizei steht dem Tuning-Hobby grundsätzlich positiv gegenüber – vorausgesetzt, die gesetzlichen Bestimmungen werden eingehalten. Der Großteil der Tuning-Szene zeigte auch in diesem Jahr Verantwortungsbewusstsein und bewies, dass Tuning und Verkehrssicherheit sich nicht grundsätzlich ausschließen. Leider gab es jedoch erneut einige Ausnahmen, bei denen die Grenzen des Erlaubten deutlich überschritten wurden. Wenn illegale Umbauten die Verkehrssicherheit beeinträchtigen, hat die Polizei trotz Verständnis für dieses Hobby keinen Spielraum – Verstöße werden konsequent angezeigt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Drogenraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 40049 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur noch 37873 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 36787 auf 34877. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 32420 auf 30714 zurück, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 28389 auf 26963 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 4031 auf 3751 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg jedoch von 10727 auf 11419. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73917 die meisten erfassten Drogenfälle in Deutschland.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 40.049 | 37.873 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 36.787 | 34.877 |
| Anzahl der Verdächtigen | 32.420 | 30.714 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 28.389 | 26.963 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 4.031 | 3.751 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 10.727 | 11.419 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Baden-Württemberg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 306644 Unfälle. Davon entfallen 33630 Unfälle auf Personenschäden, was 10,97% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 10355 Fälle aus, was 3,38% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel betragen 1733, was 0,57% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 260926, was 85,09% entspricht. Innerorts ereigneten sich 25663 Unfälle (8,37%), außerorts (ohne Autobahnen) 13562 Unfälle (4,42%) und auf Autobahnen 3369 Unfälle (1,1%). Die Anzahl der Getöteten beträgt 369, Schwerverletzte 6139 und Leichtverletzte 36086.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 306.644 |
| Unfälle mit Personenschaden | 33.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 10.355 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.733 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 260.926 |
| Ortslage – innerorts | 25.663 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.562 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.369 |
| Getötete | 369 |
| Schwerverletzte | 6.139 |
| Leichtverletzte | 36.086 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








