Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Brandstiftung in Reutlingen: Zeugenaufruf

Das Landeskriminalamt bittet um Hinweise zur mutmaßlichen Brandstiftung im Umspannwerk „Reutlingen-West“.

Foto: Depositphotos

Reutlingen (ost)

Gemeinsame Pressemitteilung des Landeskriminalamts Baden-Württemberg und der Generalstaatsanwaltschaft Baden-Württemberg

Zusätzliche Informationen zur Pressemitteilung des LKA BW vom 08.06.2026, 19.46 Uhr, abrufbar unter https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110980/6290478

Aufgrund der bisherigen vorläufigen Ermittlungsergebnisse gehen das Staatsschutzzentrum bei der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg, Staatsschutz- und Antiterrorismuszentrum Baden-Württemberg (SAT BW), mittlerweile davon aus, dass der Brand im Umspannwerk „Reutlingen-West“ am gestrigen Montag, 8. Juni 2026, durch Brandstiftung verursacht wurde. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen sind ein oder mehrere bisher unbekannte Täter auf das Gelände des Umspannwerks gelangt, um dort an verschiedenen Stellen Brände zu legen. Dabei soll Brandbeschleuniger verwendet worden sein.

Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg, das die polizeilichen Ermittlungen in dem betreffenden Verfahren leitet, bittet die Bevölkerung um Unterstützung und Hinweise, falls Informationen zu den folgenden Fragen vorliegen:

Zeugenaussagen werden vom Landeskriminalamt unter der Telefonnummer 0711 5401-3360 und per E-Mail unter STUTTGART.LKA.EG-FISCHER.HINWEISE@POLIZEI.BWL.DE entgegengenommen.

Eventuelle Video- oder Bildaufnahmen, die in diesem Zeitraum im Bereich des Umspannwerks und des Industriegebiets Reutlingen-Betzingen gemacht wurden, können über das Hinweisportal der Polizei Baden-Württemberg unter https://bw.hinweisportal.de an das Landeskriminalamt übermittelt werden.

Zusätzliche Information: Das Ermittlungsverfahren wird beim Staatsschutzzentrum der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart geführt, da es sich um ein Verfahren von besonderer Bedeutung handelt und die Tat, wegen der ermittelt wird, möglicherweise eine extremistische Motivation hat. Im seit Anfang des Jahres 2025 bestehenden Staatsschutzzentrum bei der Generalstaatsanwaltschaft arbeiten sechs Oberstaatsanwältinnen und Oberstaatsanwälte sowie ein Leitender Oberstaatsanwalt. Dieses Zentrum arbeitet eng mit dem Staatsschutz- und Anti-Terrorismuszentrum (SAT BW) beim Landeskriminalamt zusammen, das die polizeilichen Ermittlungen in dem betreffenden Verfahren übernommen hat.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Baden-Württemberg für 2022/2023

Die Mordraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 315 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 338 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 304 im Jahr 2022 auf 312 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 381 im Jahr 2022 auf 402 im Jahr 2023, wobei der Großteil männliche Verdächtige waren. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 470 Fällen die höchste Anzahl an Morden in Deutschland.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 315 338
Anzahl der aufgeklärten Fälle 304 312
Anzahl der Verdächtigen 381 402
Anzahl der männlichen Verdächtigen 345 363
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 36 39
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 165 211

Quelle: Bundeskriminalamt

nf24