Beamte des Polizeireviers Bühl führten Verkehrskontrollen durch. Es gab Anzeigen wegen Alkohol- und Drogenkonsum sowie nichtangegurteten Verkehrsteilnehmern.
Bühlertal: Polizeikontrollen in Bühl

Bühl (ost)
Im nahen Grenzbereich führten die Polizeibeamten des Reviers Bühl zusammen mit der Verkehrsdienstaußenstelle in Bühl am letzten Freitag verstärkte Verkehrskontrollen durch. Nachdem die erste Kontrollstelle gegen 17.30 Uhr auf der L 75 zwischen Scherzheim und Rheinau eingerichtet worden war, wurden kurz nach Beginn die ersten Autofahrer überprüft.
Ein Mitfahrer eines kontrollierten Baustellenfahrzeugs hatte einen Haftbefehl wegen Urkundenfälschung in Bayern. Da ein Bekannter die erforderlichen 1.000 Euro zur Abwendung der Haft zur Kontrollstelle vor Ort bringen konnte, blieb der Mann aus Ungarn auf freiem Fuß.
Auch für einen 41-jährigen Kia-Fahrer hatte die Kontrolle Konsequenzen. Er wurde mit knapp 0,7 Promille in die Polizeikontrolle gefahren. Ihm wurde die Weiterfahrt untersagt und der Fahrer wurde zusammen mit dem Auto von einem Verwandten abgeholt.
Nachdem etwa 60 Fahrzeuge an der Kontrollstelle überprüft wurden, verlegten die 20 Polizisten gegen 20 Uhr zur nächsten Kontrollstelle in die Seestraße/Böschstraße nach Oberbruch.
Auch an der zweiten Kontrollstelle nahmen die Beamten mehrere Autofahrer ins Visier, von denen fast alle ordnungsgemäß und fahrtüchtig unterwegs waren. Dennoch wurde gegen 21.55 Uhr bei einem Audi-Fahrer Alkoholgeruch festgestellt, was zu einem Fahrverbot und einer Anzeige führte. Zudem waren zwei Autofahrer ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs. Auf dem Rückweg zum Revier fiel den aufmerksamen Beamten außerdem ein Rollerfahrer auf, dessen Kennzeichen nicht aktuell war, was einen Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz darstellt.
Bei weiteren verstärkten Kontrollaktionen am Wochenende müssen mehrere Autofahrer mit verschiedenen Anzeigen rechnen. Ein 52-jähriger E-Scooter-Fahrer, der am Samstagmittag gegen 13.30 Uhr im Stadtgebiet unterwegs war, stand unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. In Bühlertal hatten zwei unter 21-jährige Verkehrsteilnehmer, ein Rollerfahrer und der Fahrer eines Renault, vor Fahrtantritt Drogen konsumiert.
Am Freitagabend gegen 23 Uhr meldete eine Augenzeugin einen in Schlangenlinien fahrenden Skoda auf der B3 bei Ottersweier. Bei der Überprüfung der 69-jährigen Fahrerin zeigte das Atemalkoholgerät über 1,6 Promille an.
Insgesamt wurden zwischen Freitag und Sonntag während der Kontrollzeit 26 Drogenschnelltests und 17 Atemalkoholtests durchgeführt – es gab 25 Anzeigen. Von den 182 überprüften Verkehrsteilnehmern waren elf nicht angeschnallt. An zwei Fahrzeugen wurden schwerwiegende technische Mängel festgestellt, die zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führten.
/ks
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Drogenraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 zeigten einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 40.049 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur noch 37.873 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 36.787 auf 34.877. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich 2022 auf 32.420, wobei 28.389 davon Männer und 4.031 Frauen waren. Im Jahr 2023 wurden 30.714 Verdächtige registriert, darunter 26.963 Männer und 3.751 Frauen. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 10.727 im Jahr 2022 auf 11.419 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten erfassten Drogenfälle in Deutschland mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 40.049 | 37.873 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 36.787 | 34.877 |
| Anzahl der Verdächtigen | 32.420 | 30.714 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 28.389 | 26.963 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 4.031 | 3.751 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 10.727 | 11.419 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Baden-Württemberg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 306644 Unfälle. Davon waren 33630 Unfälle mit Personenschaden, was 10.97% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 10355 Unfälle aus, was 3.38% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren 1733, was 0.57% der Gesamtunfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 260926, was 85.09% entspricht. In der Ortslage waren 25663 Unfälle innerorts (8.37%), 13562 außerorts (4.42%) und 3369 auf Autobahnen (1.1%). Die Anzahl der Getöteten betrug 369, Schwerverletzte 6139 und Leichtverletzte 36086.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 306.644 |
| Unfälle mit Personenschaden | 33.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 10.355 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.733 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 260.926 |
| Ortslage – innerorts | 25.663 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.562 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.369 |
| Getötete | 369 |
| Schwerverletzte | 6.139 |
| Leichtverletzte | 36.086 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








