Ein 68-jähriger Mann wurde Opfer von Betrug durch emotionale Bindungen online, Bundespolizei klärt auf und warnt vor solchen Delikten.
Bundespolizeiinspektion Flughafen Stuttgart: Love-Scamming-Betrug am Flughafen Stuttgart

Bundespolizeiinspektion Flughafen Stuttgart (ost)
Am 29.06.2026 hat ein 68-jähriger deutscher Staatsbürger den Servicepoint der Bundespolizei im Terminal 1 des Flughafens Stuttgart aufgesucht und ein besorgniserregendes Ereignis im Zusammenhang mit einer ihm bekannten Online-Kontaktperson geschildert.
Der Mann behauptete, dass eine Person in einem Hotel „festgehalten“ werde und nur gegen Zahlung von Geld freigelassen werde. Während der Untersuchung ergaben sich Hinweise darauf, dass der Betroffene möglicherweise Opfer eines sogenannten „Love Scamming“ geworden ist. Dabei handelt es sich um eine Betrugsform, bei der Täter über digitale Kommunikationswege emotionale Bindungen aufbauen, um dann unter falschen Vorwänden Geld oder digitale Guthaben zu erlangen.
Der Betroffene hat freiwillig Chatverläufe vorgelegt, die den Kontakt zu der vermeintlichen Online-Bekanntschaft dokumentieren. Außerdem gab er an, dass er am selben Tag bereits 100 Euro in Form von „Steam-Karten“ (digitale Prepaid-Gutscheine) übermittelt hat. Er behauptete, dass er über etwa ein Jahr hinweg wiederholt Geldbeträge an die unbekannte Person überwiesen hat und den Gesamtschaden auf ungefähr 1.000 Euro geschätzt hat. Die Bundespolizei konnte den Vorfall klären, den Betroffenen angemessen beraten und über die üblichen Vorgehensweisen bei solchen Betrugsdelikten aufklären. Zu keiner Zeit bestand eine Gefahr für eine Person im Hotel.
Hinweis:
Die Bundespolizei warnt nachdrücklich vor Betrugsformen wie „Love Scamming“. Täter nutzen gezielt Vertrauen und emotionale Bindungen aus, um über längere Zeiträume Geldforderungen zu stellen. Es wird empfohlen, bei Geldforderungen von unbekannten Online-Kontakten besonders vorsichtig zu sein und keine Zahlungen an nicht verifizierte Personen zu leisten.
Quelle: Presseportal







