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Donaueschingen: Seniorin übergibt Wertgegenstände nach Schockanruf

Eine 85-Jährige übergab nach einem Schockanruf Wertgegenstände an Betrüger. Die Polizei sucht Zeugen und warnt vor “Schockanrufen”.

Foto: Depositphotos

Donaueschingen (ost)

Eine ältere Dame übergab am Donnerstagabend nach einem erschreckenden Anruf ihre Wertgegenstände an einen unbekannten Abholer, der Teil einer Betrügerbande war.

Vorher erhielt die 85-jährige Frau Anrufe auf ihrem Festnetz von einem angeblichen Staatsanwalt und einer vermeintlichen Polizistin, die behaupteten, dass ihr Sohn bei einem schweren Verkehrsunfall eine Frau getötet habe. Um eine drohende Haftstrafe abzuwenden, sollte sie nun eine Kaution in Form ihrer Wertgegenstände bezahlen. In dem Glauben, ihrem Sohn zu helfen, übergab die Seniorin am Abend eine Tasche mit ihren Wertsachen an den unbekannten Abholer.

Der Abholer wird wie folgt beschrieben: etwa 30-40 Jahre alt, schlank, mitteleuropäisches Aussehen, kurze Haare. Er sprach Hochdeutsch und trug helle Kleidung.

Die Kriminalpolizei Rottweil hat die Untersuchungen aufgenommen. Zeugen, die zwischen 19:00 und 20:00 Uhr verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Moltkestraße bemerkt haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0741 4770 zu melden.

In diesem Zusammenhang gibt die Polizei erneut dringende Ratschläge:

Bei sogenannten “Schockanrufen” empfiehlt die Polizei dringend, sofort aufzulegen und direkt mit dem Sohn, der Tochter, dem Enkel oder der Nichte über die bekannte Nummer Kontakt aufzunehmen. Wenn sie nicht sofort erreichbar sind, sollte man sich nicht unter Druck setzen lassen und gegebenenfalls zuerst Rat bei Freunden oder der Polizei einholen.

Die Polizei und andere Amtsträger fordern niemals Wertsachen an und bitten auch nicht um Geld!

Wenn Sie einen Anruf von einem angeblichen Polizisten oder Amtsträger erhalten, legen Sie sofort auf und wählen Sie die Polizeinotrufnummer 110.

Möglicherweise kann das Löschen des Telefonbucheintrags einen Anruf von Telefonbetrügern verhindern, da sie in der Regel nach Vornamen suchen, die älteren Menschen zugeordnet werden.

Weitere Informationen zum Ändern oder Löschen von Telefonbucheinträgen sowie weitere Tipps und Hinweise finden Sie auf der Informationsseite der Polizeilichen Kriminalprävention zum Thema “Betrug durch falsche Polizisten” unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-durch-falsche-polizisten/

Wenn Sie nicht in der Lage sind, die Unterlagen einzusehen, herunterzuladen oder auszudrucken, bitten Sie Familienmitglieder, Freunde oder Nachbarn um Hilfe – oder wenden Sie sich an Ihr örtliches Polizeirevier.

Sensibilisieren Sie insbesondere ältere Menschen in Ihrem Umfeld für diese Betrugsmasche!

Quelle: Presseportal

nf24