Verkehrskontrollen in Heilbronn enthüllen zahlreiche Verstöße, insbesondere bei E-Scooter-Fahrern. Die Polizei warnt vor den Gefahren und plant weitere Kontrollen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.
Drogen im Straßenverkehr: Fokus auf E-Scooter-Nutzer

Heilbronn (ost)
Heilbronn: Verkehrskontrollen im Stadtgebiet – Zahlreiche Verstöße festgestellt
Am vergangenen Freitagabend bis in die frühen Morgenstunden des Samstags, führten Kräfte mehrerer Polizeireviere des Polizeipräsidiums Heilbronn, der Verkehrspolizeiinspektion Weinsberg, der Polizeihundeführerstaffel sowie Streifen der Bundespolizei im Stadtgebiet Heilbronn umfangreiche Verkehrskontrollen durch. Der Schwerpunkt lag auf der Fahrtüchtigkeit von E-Scooter-Fahrern. Die vorwiegend mobilen Kontrollen wurden zwischen 22 Uhr und 5 Uhr durchgeführt. Insgesamt wurden 219 Fahrzeuge und knapp 300 Personen kontrolliert. Dabei konnten zahlreiche Verstöße festgestellt werden. Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:
Besondere Aufmerksamkeit wurde den E-Scooter-Fahrern gewidmet. Bei diesen wurde eine markante Zahl von Verstößen festgestellt. Insgesamt ergaben sich 16 von 19 durchgeführten Blutentnahmen aus der mangelnden Fahrtauglichkeit der E-Scooter-Lenker. Von den zehn Fällen von Fahren unter Alkoholeinfluss betrafen acht Fahrende von E-Scootern.
Die Polizei weist erneut darauf hin, dass das Fahren unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol, insbesondere auf E-Scootern, die Sicherheit im Straßenverkehr erheblich gefährdet. Jeder, der infolge des Genusses von Alkohol oder anderen berauschenden Mitteln nicht in der Lage ist sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen, sollte auf die Nutzung von Fahrzeugen aller Art verzichten. E-Scooter-Fahrer sind im Straßenverkehr besonders gefährdet, da sie – ähnlich wie Radfahrer oder Motorradfahrer – zu den „schwachen Verkehrsteilnehmenden“ gehören und keine schützende Karosserie um sich herum haben. Durch die hohe Geschwindigkeit und die kleine, instabile Bauweise des E-Scooters, kann es schwierig werden, die Scooter bei plötzlichen Ausweichmanövern sicher zu kontrollieren. Wie bei anderen Fahrzeugen kann das Fahren unter Einfluss von Drogen oder Alkohol die Reaktionsfähigkeit erheblich verringern, was das Risiko für Unfälle stark erhöht. E-Scooter sind nicht immer gut sichtbar, insbesondere in der Nacht oder bei schlechten Wetterbedingungen, was das Risiko von Kollisionen mit Autos oder anderen Verkehrsteilnehmern erhöht. Da E-Scooter ihren-Fahrern in der Regel wenig Schutz bieten, sind diese bei einem Unfallfall viel anfälliger für schwere Verletzungen als Fahrer von Autos oder Lkw.
Wir werden unsere Kontrollen im Zuständigkeitsbereich weiterhin fortsetzen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und rechtswidriges Verhalten konsequent zu ahnden. Denn im laufenden Jahr 2025 kam es im Bereich des Polizeipräsidiums Heilbronn bislang zu 157 Unfällen mit E-Scooter-Beteiligung (nicht mit einbezogen sind hierbei Unfälle ohne Verletzte, denen eine geringfügige Ordnungswidrigkeit zu Grunde liegt) – rund 20 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Hierbei wurden 137 Personen verletzt, darunter neun schwer. Eine Person verstarb. Knapp 90 Prozent der Verletzten waren E-Scooter-Lenker.
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Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Drogenraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 40049 Fälle von Drogenmissbrauch registriert, während es im Jahr 2023 37873 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 36787 auf 34877 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 32420 auf 30714. Unter den Verdächtigen waren 28389 Männer und 4031 Frauen. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 10727 auf 11419. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 40.049 | 37.873 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 36.787 | 34.877 |
| Anzahl der Verdächtigen | 32.420 | 30.714 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 28.389 | 26.963 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 4.031 | 3.751 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 10.727 | 11.419 |
Quelle: Bundeskriminalamt








