Ein Mann in Untersuchungshaft nach Manipulation an Gasversorgung eines Wohnhauses, mit Explosionsgefahr.
Enzkreis: 60-jähriger in Haft nach versuchtem Mord

Pforzheim (ost)
Nach einem vermuteten Eingriff in die Gasversorgung eines Wohnhauses in Königsbach-Stein befindet sich ein 60-jähriger Verdächtiger wegen des Verdachts des versuchten Mordes in Untersuchungshaft.
Nach derzeitigen Ermittlungen kam es am vergangenen Wochenende zu einer Trennung zwischen dem Angeklagten und seiner Partnerin, wodurch diese das gemeinsame Haus verließ. Am Montagnachmittag, dem 25.05.2026, informierte die Frau die Polizei, da der Verdacht bestand, dass der Mann Selbstmord begehen wollte.
Am gleichen Abend begab sich die Partnerin erneut in das Haus und roch Gas. Die alarmierte Feuerwehr stellte fest, dass mehrere Propangasflaschen geöffnet waren. Zusätzlich war die Gasleitung abmontiert worden, wodurch Gas ungehindert in das Gebäude strömen konnte.
Laut einem informierten Energieversorger hätte bereits eine kleine Zündquelle ausgereicht, um eine Explosion zu verursachen und dabei erhebliche Schäden am Reihenhaus und den angrenzenden Gebäuden anzurichten.
Der Angeklagte wurde am frühen Morgen des 26.05.2026 vorläufig festgenommen und am 27.05.2026 dem Haftrichter beim Amtsgericht Pforzheim vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.
Die Ermittlungen des Kriminalkommissariats Pforzheim, insbesondere zu den genauen Umständen und Hintergründen der Tat, dauern an.
Johannes Jungmann, Staatsanwaltschaft Karlsruhe – Zweigstelle Pforzheim
Carmela Rinaldo, Polizeipräsidium Pforzheim
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Mordraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 315 Fälle registriert, wovon 304 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen lag bei 381, wobei 345 männliche und 36 weibliche Verdächtige waren. 165 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 338, von denen 312 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 402, wobei 363 männliche und 39 weibliche Verdächtige waren. 211 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 315 | 338 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 304 | 312 |
| Anzahl der Verdächtigen | 381 | 402 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 345 | 363 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 36 | 39 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 165 | 211 |
Quelle: Bundeskriminalamt








