Zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft, nachdem sie einen 40-Jährigen bedrohten und Geld erpressten. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Ludwigsburg sind noch im Gange.
Enzkreis: Räuberische Erpressung in Kornwestheim

Ludwigsburg (ost)
Am Donnerstag (21.05.2026) wurden zwei Verdächtige von den Einsatzkräften der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg und des Polizeipräsidiums Pforzheim mit der Unterstützung von Spezialkräften des Polizeipräsidiums Einsatz festgenommen. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, einen 40-jährigen Mann um mehrere tausend Euro Bargeld erpresst zu haben.
Die beiden Verdächtigen im Alter von 27 und 30 Jahren sollen den 40-jährigen Geschädigten zwischen dem 06.05.2026 und dem 10.05.2026 in Kornwestheim (Landkreis Ludwigsburg) bedroht haben. Sie sollen auch ihre Verbindung zu einer Rockergruppierung genutzt haben, um die Drohungen zu verstärken. Im ersten Fall übergab das Opfer mehrere tausend Euro an einen weiteren 37-jährigen Verdächtigen, im zweiten Fall fand keine Geldübergabe statt.
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart und die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg konnten die drei Verdächtigen identifizieren und beim Amtsgericht Stuttgart Durchsuchungsbeschlüsse sowie Haftbefehle gegen die beiden Hauptverdächtigen erwirken. Am 21.05.2026 wurden die Wohnsitze der Verdächtigen in den Landkreisen Enzkreis, Rems-Murr-Kreis und Ludwigsburg durchsucht und die beiden Hauptverdächtigen festgenommen. Auch das Clubhaus der Rockergruppierung in Pforzheim, der die Verdächtigen angehören, wurde durchsucht. Bei den Durchsuchungen wurden Schreckschusswaffen, scharfe Munitionsteile und verschiedene, teilweise verbotene Hieb- und Stichwaffen gefunden und beschlagnahmt.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 37-Jährige freigelassen, während die beiden 27 und 30 Jahre alten Verdächtigen mit deutscher und libanesischer bzw. deutscher Staatsangehörigkeit einem Haftrichter beim Amtsgericht Stuttgart vorgeführt wurden. Der Richter setzte die zuvor auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart erlassenen Haftbefehle in Vollzug und wies die beiden Männer in Justizvollzugsanstalten ein.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg dauern an.
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 3042 Fälle registriert, wobei 2037 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 2602, wovon 2369 männlich und 233 weiblich waren. 1313 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 3782, wobei 2518 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 3202, davon waren 2906 männlich und 296 weiblich. 1674 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 3.042 | 3.782 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 2.037 | 2.518 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.602 | 3.202 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.369 | 2.906 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 233 | 296 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.313 | 1.674 |
Quelle: Bundeskriminalamt








