Ein falscher Bankmitarbeiter hat eine Frau um 10.000 Euro betrogen, indem er Fernzugriff auf ihr Mobiltelefon erlangte und Zahlungen tätigte.
Erlangen: Falscher Bankmitarbeiter bringt Frau um fünfstelligen Betrag

Stockach (ost)
Am Mittwoch wurde eine Frau von einem falschen Bankangestellten um eine fünfstellige Geldsumme betrogen. Während des Mittags erhielt die 37-jährige Frau einen WhatsApp-Anruf von einem angeblichen Mitarbeiter ihrer Bank, der ihr mitteilte, dass sie Opfer eines Betrugs geworden sei. Danach bot er der Frau an, ihr zu helfen, die unberechtigten Abbuchungen zurückzufordern. Da in der Vergangenheit tatsächlich illegale Zahlungen von ihrem Konto getätigt wurden, hatte die 37-Jährige keinen Verdacht geschöpft. Sie gewährte dem Anrufer dann Fernzugriff auf ihr Handy und bestätigte daraufhin zahlreiche Push-TAN. Nach dem Telefonat überprüfte die 37-Jährige ihre Konten bei verschiedenen Banken und ihr PayPal-Konto und stellte fest, dass insgesamt rund 10.000 Euro abgebucht wurden.
Tips zur Vermeidung von Computerbetrug:
Nicht nur scheinbare Bankmitarbeiter, sondern auch angebliche Servicemitarbeiter von Zahlungsdienstleistern und anderen Finanzinstituten versuchen, mit ähnlichen Methoden sensible Daten zu erhalten.
Seriöse Banken werden niemals unaufgefordert anrufen und nach Passwörtern oder der Installation von Fernwartungssoftware fragen!
Geben Sie niemals Fernzugriff auf Ihr Handy oder Laptop!
Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und überprüfen Sie die Informationen durch direkten Kontakt mit der Bank.
Sprechen Sie insbesondere mit älteren Familienmitgliedern über solche Betrugsmaschen und sensibilisieren Sie sie.
Die Polizei empfiehlt, bei Verdachtsmomenten Anzeige zu erstatten, um weitere Fälle zu verhindern.
Bleiben Sie wachsam – Aufklärung und Vorsicht können viel bewirken.
Für weitere Informationen zur Betrugsprävention und Sicherheit besuchen Sie die Website der Kriminalprävention der Polizei unter www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 11144 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 13531 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 4056 im Jahr 2022 auf 4420 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 3146 auf 3473, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 2153 auf 2380 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 993 auf 1093 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1119 auf 1331. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 11.144 | 13.531 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 4.056 | 4.420 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.146 | 3.473 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.153 | 2.380 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 993 | 1.093 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.119 | 1.331 |
Quelle: Bundeskriminalamt








