Am Karfreitag kontrollierte die Polizei Raser, Poser und Tuner – Zwei Kraftfahrzeugrennen festgestellt.
Ertingen: Tuning- und Raserkontrollen am Karfreitag

Ulm (ost)
Der Feiertag wird auch als „Car-Friday“ bezeichnet – traditionell der Startschuss für Autofans, um ihr Fahrzeug aus der Garage zu holen. Viele technisch modifizierte Autos sind unterwegs, darunter auch einige „schwarze Schafe“, die ihre Umbauten nicht genehmigt haben oder deren Fahrzeuge nicht verkehrssicher waren. Die Experten des PP Ulm stellten zwar einige Mängel fest, aber die meisten Tuner hielten sich im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und verhielten sich während der Kontrollen ruhig und verständnisvoll. Von insgesamt 270 kontrollierten Fahrzeugen wiesen 28 Mängel auf, die zum Erlöschen der Betriebserlaubnis und zu Bußgeldern führten. Neun Fahrzeuge waren verkehrsuntauglich und durften nicht weiterfahren. Ein Tuning-Treffen in Ertingen bei Riedlingen verlief ohne besondere Vorkommnisse und innerhalb der auferlegten Beschränkungen.
Auch renitente Raser und Poser nutzen den Karfreitag seit Jahren, um ihr gefährliches Verhalten im Straßenverkehr zu zeigen. Das Polizeipräsidium Ulm, unterstützt vom Polizeipräsidium Einsatz, ging am Karfreitag besonders gegen diese Gruppe vor, die deutlich von den Tunern und Autofans abgegrenzt werden muss. Zwei riskante Fahrmanöver mit massiv überhöhter Geschwindigkeit konnten von aufmerksamen Kollegen beobachtet werden. Gegen die Fahrer wird nun wegen des Verdachts auf illegale Autorennen ermittelt. Die Führerscheine und in einem Fall das Fahrzeug wurden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Ulm beschlagnahmt. Zwei weitere Fahrer waren betrunken, einer zeigte einen gefälschten Führerschein vor. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Trunkenheit am Steuer und Urkundenfälschung eingeleitet.
Insgesamt fällt die Bilanz des Polizeipräsidiums Ulm positiv aus. Die Kontrollen, insbesondere im Bereich des Posings, werden im Laufe des Jahres fortgesetzt. Solches Verhalten hat im Straßenverkehr keinen Platz und wird konsequent von der Polizei Ulm verfolgt.
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Polizeipräsidium Ulm
Daniel Frischmann
0731 188 1111
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Baden-Württemberg insgesamt 306644 Verkehrsunfälle. Davon waren 33630 Unfälle mit Personenschaden, was 10.97% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 10355 Fälle aus, was 3.38% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1733 Fällen registriert, was 0.57% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 260926, was 85.09% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 25663 Unfälle (8.37%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 13562 Fälle (4.42%) und auf Autobahnen gab es 3369 Unfälle (1.1%). Insgesamt kamen bei den Unfällen 369 Menschen ums Leben, 6139 wurden schwer verletzt und 36086 leicht verletzt.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 306.644 |
| Unfälle mit Personenschaden | 33.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 10.355 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.733 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 260.926 |
| Ortslage – innerorts | 25.663 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.562 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.369 |
| Getötete | 369 |
| Schwerverletzte | 6.139 |
| Leichtverletzte | 36.086 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








