Mehrere „Schockanrufe“ führten zu Bargeldübergaben an lebensältere Betroffene. Täter gaben sich als Polizisten aus und erbeuteten hohe Summen. Polizei warnt vor Geldübergaben an Unbekannte und gibt Verhaltenshinweise.
Falsche Polizeibeamte in Rastatt

Rastatt (ost)
Am Montag von 9 bis 23 Uhr erhielten Bewohner in Rastatt mehrere sogenannte „Schockanrufe“. Bei drei älteren Menschen erbeuteten die Täter größere Geldbeträge. Gegen 10 Uhr wurde einem Rentner am Telefon mitgeteilt, dass ein Familienmitglied im Ausland in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt war und nun einen fünfstelligen Geldbetrag benötigte. Nachdem eine andere Person das Gespräch übernahm, wurde der Rentner zu einem Treffen in einem Park gelotst. Dort übergab er einem unbekannten etwa 50-jährigen Mann, der etwa 170 cm groß war, perfekt russisch sprach und einen beigen Trainingsanzug trug, einen Geldbetrag. Als er nach Hause kam, erhielt er einen Anruf von einem angeblichen Richter, der eine schriftliche Aussage benötigte.
Auf ähnliche Weise gingen um 11 und 18 Uhr mehrere Täter vor und erbeuteten von einer 94-jährigen und einer 87-jährigen höhere Geldbeträge.
Bei einem Schockanruf um 11:30 Uhr bei einem 78-Jährigen informierte ihn ein angeblicher Inspektor der Kriminalpolizei darüber, dass ein Familienmitglied einen Unfall verursacht haben soll und nun die Kosten für die Operation einer Unfallbeteiligten übernehmen müsse. Die Kosten würden im hohen fünfstelligen Bereich liegen. Während des längeren Telefongesprächs meldete sich auch die angebliche Unfallverursacherin zu Wort, die jedoch aufgrund einer Mundverletzung nicht richtig sprechen konnte. Ein informierter Familienangehöriger konnte die Geldübergabe vor dem Mehrfamilienhaus verhindern.
Bei allen Vorfällen gaben sich die Täter als Polizisten, Staatsanwälte oder Richter aus.
In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin,
– Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. – Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge oder Wertgegenstände bitten. – Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf. – Beraten Sie sich mit Ihrer Familie oder Personen, denen Sie vertrauen. – Legen Sie sofort auf, wenn: – Sie zu schnellen Entscheidungen gedrängt werden. – Sie Kontakt mit Fremden aufnehmen sollen. – Sie persönliche Daten, Bargeld, Schmuck oder Wertgegenstände herausgeben sollen.
Quelle: Presseportal








