Hitze, Stromausfall und zahlreiche Alarmierungen fordern Einsatzkräfte am Sonntag.
Feuerwehr Weinheim im Dauereinsatz

Weinheim (ost)
Die Freiwillige Feuerwehr Weinheim hatte einen arbeitsreichen Sonntag. Schon kurz nach Mitternacht begann eine Reihe verschiedener Einsätze, die bis in den späten Nachmittag dauerten. Die anhaltende Hitze mit Temperaturen um 40 Grad stellte die Einsatzkräfte vor eine große körperliche Belastung.
Der erste Einsatz fand um 0:30 Uhr in der Konrad-Adenauer-Straße statt. Die Feuerwehr unterstützte den Rettungsdienst bei einer laufenden Reanimation mit der Drehleiter. Der Patient wurde schonend aus einer Wohnung zum Rettungswagen transportiert. Ein Feuerwehrseelsorger wurde ebenfalls zur Einsatzstelle gebracht. Parallel dazu unterstützte die Psychosoziale Notfallversorgung Rhein-Neckar (PSNV RNK) den Einsatz und kümmerte sich um die Betreuung der Angehörigen. Der Einsatz konnte gegen 2:30 Uhr abgeschlossen werden.
Um 7 Uhr wurde die Feuerwehr nach Sulzbach zu einem größeren Wasserschaden gerufen. Drei Wohnhäuser waren betroffen. Eine separate Presseinformation wurde bereits zu diesem Einsatz veröffentlicht.https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/179375/6303802
Um 13:15 Uhr wurden mehrere Feuerwehrabteilungen in den Odenwaldortsteilen alarmiert. Entlang der Bahnstrecke der Linie 5 (RNV) brach ein Flächenbrand aus, parallel zu einem Stromausfall. Die Feuerwehr vermutet, dass das Feuer durch einen geplatzten Isolator einer 20-kV-Stromleitung verursacht wurde. Die brennende Vegetation entlang der Bahnlinie konnte schnell gelöscht werden. Nach den Löscharbeiten wurde der betroffene Bereich in Zusammenarbeit mit EnBW und RNV kontrolliert und gesichert. Es wird vermutet, dass ein Zusammenhang zwischen dem Stromleitungsdefekt und dem Stromausfall in den Odenwaldortsteilen besteht. Die genaue Ursache wird noch untersucht.
Während des Stromausfalls wurden die Feuerwehrhäuser in Oberflockenbach und Ritschweier als Anlaufstellen für die Bevölkerung eingerichtet. Bürgerinnen und Bürger konnten sich dort bei Notfällen an die Feuerwehr wenden, falls eine telefonische Notrufabsetzung nicht möglich war. Nach der Wiederherstellung der Stromversorgung gegen 15:20 Uhr wurde diese Einsatzbereitschaft aufgehoben. Der Einsatz rund um den Stromausfall endete gegen 16 Uhr.
Während dieser Maßnahmen wurde die Abteilung Stadt gegen 14:30 Uhr in den Ulmenweg gerufen. Die Feuerwehr unterstützte den Rettungsdienst bei einer Personenrettung aus dem zweiten Obergeschoss. Die Person wurde schonend ins Freie transportiert. Die Polizei unterstützte die Einsatzmaßnahmen aufgrund der Verkehrssituation.
Um 15:30 Uhr wurde die Abteilung Stadt in den Karlsberg gerufen. Bewohner hatten einen Schmorgeruch in einer Wohnung bemerkt. Die Feuerwehr überprüfte die Einsatzstelle gründlich, fand aber keinen Brand. Die Ursache war vermutlich eine ausgelöste Sicherung. Dem Bewohner wurde geraten, den betroffenen Stromkreis von einem Elektrofachmann überprüfen zu lassen.
Kurz darauf löste die Brandmeldeanlage in der ehemaligen Uhlandschule aus, in der sich unter anderem das Café Central befindet. Da die Weinheimer Drehleiter noch im Ulmenweg im Einsatz war, wurde die Drehleiter der Feuerwehr Hemsbach zur Unterstützung nachalarmiert. Es stellte sich heraus, dass in einem der historischen Glockentürme aufgrund der starken Sonneneinstrahlung ein Wärmestau entstanden war, der den Brandmelder auslöste. Es gab kein Feuer. Nach dem Zurücksetzen der Brandmeldeanlage konnte der Einsatz abgeschlossen werden.
Um 16:30 Uhr wurde die Feuerwehr Weinheim in die Carl-Benz-Straße gerufen, um einen Mauersegler in Notlage zu retten. Die Feuerwehr arbeitete mit der Berufstierrettung Rhein-Neckar zusammen. Das Tier wurde übernommen und zur weiteren Versorgung weitergegeben.
Die Freiwillige Feuerwehr Weinheim hatte ein einsatzreiches Wochenende mit Menschenrettungen, Brandbekämpfung, technischer Hilfeleistung, einem größeren Stromausfall, einer Brandmeldeanlage, einem Wasserschaden und einer Tierrettung. Die hohen Temperaturen von rund 40 Grad machten die Arbeit der Einsatzkräfte sehr schwierig. Neben den vielfältigen Einsätzen war es wichtig, regelmäßige Pausen zur Erholung einzulegen und die Einsatzkräfte mit Getränken zu versorgen. Trotz der Belastung wurden alle Einsätze schnell und professionell durchgeführt.
Das Wochenende war anstrengend für die Einsatzkräfte. Trotz der Hitze und der körperlichen Anstrengung war die Motivation in der Feuerwehr hoch. Am Samstag trafen sich zahlreiche ehrenamtliche Feuerwehrangehörige im Feuerwehrzentrum. Ursprünglich war ein gemeinsames Grillen geplant. Gleichzeitig waren die Einsatzkräfte sofort verfügbar, um die eingehenden Einsätze ohne Verzögerung zu übernehmen. Dies zeigt erneut den starken Zusammenhalt und die hohe Einsatzbereitschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Weinheim.
Die Freiwillige Feuerwehr Weinheim bedankt sich bei allen beteiligten Kräften, der EnBW, der RNV, der Polizei, dem Rettungsdienst, der Psychosozialen Notfallversorgung Rhein-Neckar (PSNV RNK), den Stadtwerken Weinheim, der Feuerwehr Hemsbach und der Berufstierrettung Rhein-Neckar für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Quelle: Presseportal








