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Flächenbrand bei Linkenheim-Hochstetten fordert Feuerwehren

Ein abgeerntetes Getreidefeld brannte, Feuerwehren aus der Region kämpften gegen das sich schnell ausbreitende Feuer.

Foto: Unsplash

Linkenheim-Hochstetten (ost)

Ein größtenteils abgeerntetes Getreidefeld unmittelbar an der B 36 bei Linkenheim-Hochstetten hat am Donnerstagnachmittag gebrannt. „Wir wurden um 14.32 Uhr von der Integrierten Leitstelle Karlsruhe zu einem Flächenbrand alarmiert“, berichtete Uwe Heuser. „Aufgrund des sich schnell ausbreitenden Feuers haben wir über die Leitstelle weitere Feuerwehren hinzualarmiert“ erläuterte Heuser. Der stellvertretende Feuerwehrkommandant von Linkenheim-Hochstetten leitete den Einsatz der insgesamt 107 Feuerwehrangehörigen. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand. „Ich bemerkte auf dem Feld hinter meinem Mähdrescher ein beginnendes Feuer auf der bereits abgeernteten Fläche“, berichtete die Fahrerin eines der beiden Mähdrescher. Die Erntearbeiten auf dem Getreidefeld waren nahezu abgeschlossen. „Wir haben unsere Maschinen sofort vom Feld gefahren und die Feuerwehr verständigt. Das anfangs sehr kleine Feuer breitete sich innerhalb kurzer Zeit stark aus“, schilderte sie den Beginn des Brandgeschehens. Die Feuerwehr Linkenheim-Hochstetten schützte zunächst ein nahegelegenes Wohnhaus sowie einen Gebüschstreifen entlang der Landesstraße vor den Flammen. Weitere Einsatzkräfte aus Graben-Neudorf, Dettenheim, Linkenheim-Hochstetten, der Werkfeuerwehr des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) sowie aus Stutensee bekämpften das Feuer, das sich zwischenzeitlich auf eine Fläche von rund zehn Hektar ausgedehnt hatte. Unterstützt wurden sie von der Berufsfeuerwehr Karlsruhe, die zusätzlich einen Abrollbehälter beziehungsweise einen Löschwasserbehälter zur Verfügung stellte. Wertvolle Hilfe leisteten außerdem Landwirte mit einem großen Wasserfass sowie einem Traktor mit Grubber, die die Löscharbeiten unterstützten. [ Die Polizei war mit zehn Fahrzeugen und bis zu 30 Beamtinnen und Beamten im Einsatz. „Für die Löscharbeiten sperrten wir zeitweise die B 36 sowie die Zufahrtsstraßen aus Richtung Stutensee und Leopoldshafen“, teilte die Polizei mit. Dadurch konnte die Feuerwehr ihre Fahrzeuge auch von der Bundesstraße aus zur Brandbekämpfung einsetzen. Unterstützung kam zudem von einer Ausbildungseinheit der Berufsfeuerwehr Mannheim. „Wir waren heute bei der Werkfeuerwehr des KIT zur Ausbildung. Auf der Rückfahrt nach Mannheim entdeckten wir den Brand und unterstützten mit unseren beiden Löschfahrzeugen die Brandbekämpfung“, berichtete Thorsten Andree. Der Ausbildungsleiter der Berufsfeuerwehr Mannheim ist zugleich Mitglied der Feuerwehr Eggenstein-Leopoldshafen und konnte aufgrund seiner Ortskenntnisse wertvolle Informationen an die Leitstelle weitergeben. Neben dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Bertram Maier waren auch mehrere Fachberater für Vegetationsbrandbekämpfung vor Ort und unterstützten die Einsatzleitung. „Die Drohnengruppe der Feuerwehr Kronau lieferte uns mit ihrer Wärmebildkamera sehr präzise Aufnahmen der Brandfläche“, erläuterte Uwe Heuser. „Dadurch konnten wir unsere Löschfahrzeuge und auch die unterstützenden Landwirte gezielt zu den noch stark erhitzten Bereichen schicken.“ Hauptamtsleiter Michael Thate von der Gemeindeverwaltung Linkenheim-Hochstetten machte sich vor Ort ein Bild von der Arbeit der Einsatzkräfte. Zudem unterstützte er die Feuerwehrangehörigen durch die Organisation von Verpflegung sowie kühlenden Getränken für die kräftezehrenden Löscharbeiten bei sommerlicher Hitze. Bereits zuvor war die Feuerwehr Stutensee im Einsatz. „Wir hatten in der Lorenzstraße im Industriegebiet Blankenloch einen etwa 250 Quadratmeter großen Flächenbrand“, berichtete die Gruppenführerin eines Löschfahrzeugs aus Stutensee. Anschließend wurde sie gemeinsam mit weiteren Kräften aus Stutensee zur Unterstützung nach Linkenheim-Hochstetten alarmiert. In Stutensee waren Einsatzkräfte und Fahrzeuge aus allen Abteilungen beteiligt. „Mit drei Löschrohren konnten wir den Brand dort schnell unter Kontrolle bringen und löschen“, erläuterte sie.

Quelle: Presseportal

nf24