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Freiburg: Polizei verstärkt Maßnahmen gegen Fahrraddiebstahl

Mit steigenden Fallzahlen von Fahrraddiebstählen verstärkt die Polizei in Freiburg ihre Kontrollen im gesamten Stadtgebiet, um gestohlene Fahrräder schneller zu identifizieren.

Quelle: PP Freiburg
Foto: Presseportal.de

Freiburg (ost)

Mit Beginn des Frühlings steigt nicht nur die Zahl der Radfahrerinnen und Radfahrer im Stadtgebiet – auch Fahrraddiebe nutzen die sich daraus ergebenden Tatgelegenheiten gezielt aus. Allein im vergangenen Jahr registrierte die Polizei im Stadtkreis Freiburg 2704 Fälle – ein Anstieg von 16,8 Prozent. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf über vier Millionen Euro.

Das Polizeipräsidium Freiburg hat bereits in den vergangenen Jahren konsequent auf diese Entwicklungen reagiert und unter anderem mehrere Ermittlungsgruppen eingerichtet. Diese zeigten Wirkung: So konnten wiederholt wichtige Ermittlungserfolge verbucht werden, wie zuletzt im Februar, als die Kriminalpolizei 35 gestohlene Fahrräder im Freiburger Umland und Freiburg sicherstellte und einen 36-jährigen Tatverdächtigen festnahm. Gleichwohl bleibt Fahrraddiebstahl ein Kriminalitätsschwerpunkt. Vor dem Hintergrund der gestiegenen Fallzahlen intensiviert die Polizei ihre Maßnahmen weiter.

Mehr Kontrollen im öffentlichen Raum

In den kommenden Monaten wird es im gesamten Stadtgebiet verstärkt Fahrradkontrollen geben. Dabei überprüfen Einsatzkräfte unter anderem die Rahmennummern, um die Eigentumsverhältnisse festzustellen und gestohlene Fahrräder schneller identifizieren zu können.

Die Fahrradgruppe der Verkehrspolizei wird im Stadtkreis Freiburg präsent sein und ebenfalls Kontrollen durchführen – zum einen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, aber auch mit der ausdrücklichen Zielrichtung, gestohlene Fahrräder aufzuspüren und Erkenntnisse zu möglichen Tätern zu sammeln.

Leitender Polizeidirektor Gabriel Winterer: „Fahrraddiebstahl ist kein Bagatelldelikt. Die verursachten Schäden für die Volkswirtschaft und für die betroffenen Radbesitzer sind erheblich. In vielen Fällen agieren die Täter gewerbsmäßig in organisierten Strukturen. Insbesondere in Freiburg handelt es sich um ein Massenphänomen mit jährlichen Schäden in Millionenhöhe. Wir nehmen diese Bedrohung sehr ernst und steigern nochmals gezielt unseren Kontroll- und Ermittlungsdruck.“

Bei den Stadtrevieren Freiburg-Nord und Freiburg-Süd gibt es nun spezialisierte Ansprechpartner und Ermittlungsbeamte, die sich vorrangig um Raddiebstähle kümmern. Ziel ist es, die Ermittlungen noch effizienter zu machen. Durch die engere Verzahnung zwischen den Polizeirevieren und der Kriminalpolizei können zudem Strukturen professionell agierender Täter schneller erkannt und zielgerichtete Ermittlungen eingeleitet werden.

Prävention bleibt entscheidend

Flankierend zu den verstärkten Kontrollen setzt die Polizei auf eine breit angelegte Informations- und Präventionsarbeit. Bürgerinnen und Bürger werden über verschiedene Kanäle gezielt darüber informiert, wie sie ihre Fahrräder und E-Bikes wirksam vor Diebstahl schützen können. Erstmals nutzt das Polizeipräsidium dabei auch Instagram, um insbesondere jüngere Radfahrerinnen und Radfahrer direkt anzusprechen.

Ziel der Social-Media-Kampagne ist es, das Bewusstsein für Diebstahlschutz zu schärfen und präventives Verhalten im Alltag zu verankern. Hochwertige Schlösser, das Anschließen an festen Gegenständen sowie das Notieren der Rahmennummer können entscheidend dazu beitragen, Diebstähle zu verhindern oder die Aufklärung zu erleichtern. Gleichzeitig appelliert die Polizei an die Bevölkerung, bei verdächtigen Wahrnehmungen umgehend den Notruf zu wählen. Schnelles Handeln erhöht die Wahrscheinlichkeit erheblich, Täter auf frischer Tat festzunehmen.

Geschädigte, denen ein Fahrrad oder E-Bike entwendet wurde, haben über das Fahndungsportal des Polizeipräsidiums die Möglichkeit, sichergestellte Fahrräder einzusehen. So können Betroffene prüfen, ob ihr Fahrrad dort erfasst ist:

Freiburg – Zuordnung von Fahrrädern

Hinweis für Medienschaffende:

Bei Interesse an einer Drehbegleitung der Fahrradgruppe in Freiburg, bitten wir um direkte Kontaktaufnahme mit der Pressestelle des Polizeipräsidiums Freiburg unter freiburg.pressestelle@polizei.bwl.de

oec

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Fahrraddiebstählen in Baden-Württemberg für 2022/2023

Die Fahrraddiebstahlraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil, wobei im Jahr 2022 22.350 Fälle gemeldet wurden und im Jahr 2023 22.305 Fälle. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 1.882 im Jahr 2022 auf 2.032 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 1.671 im Jahr 2022 auf 1.761 im Jahr 2023. Von den Verdächtigen waren 1.553 männlich, 118 weiblich und 771 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten gemeldeten Fahrraddiebstähle in Deutschland mit 62.036 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 22.350 22.305
Anzahl der aufgeklärten Fälle 1.882 2.032
Anzahl der Verdächtigen 1.671 1.761
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.553 1.651
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 118 110
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 771 872

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023

Im Jahr 2023 gab es insgesamt 306644 Verkehrsunfälle in Baden-Württemberg. Davon waren 33630 Unfälle mit Personenschaden, was 10.97% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 10355 Fälle aus, was 3.38% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1733 Fällen registriert, was 0.57% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 260926 Fälle, was 85.09% entspricht. Innerorts ereigneten sich 25663 Unfälle (8.37%), außerorts (ohne Autobahnen) 13562 Unfälle (4.42%) und auf Autobahnen 3369 Unfälle (1.1%). Insgesamt gab es 369 Getötete, 6139 Schwerverletzte und 36086 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 306.644
Unfälle mit Personenschaden 33.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 10.355
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.733
Übrige Sachschadensunfälle 260.926
Ortslage – innerorts 25.663
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.562
Ortslage – auf Autobahnen 3.369
Getötete 369
Schwerverletzte 6.139
Leichtverletzte 36.086

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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