Polizei durchsucht Wohnungen nach illegalen Rennen in Freudenstadt und Bad Wildbad. Fahrer erwartet Strafanzeige.
Freudenstadt: Durchsuchungen nach verbotenen Kraftfahrzeugrennen

Freudenstadt/Calw (ost)
Letzten Donnerstag und Freitag haben Beamte der Verkehrspolizei und des Polizeireviers Freudenstadt mehrere Wohnungen durchsucht.
Am 18. August, um 0:10 Uhr, fuhr ein 25-jähriger Audi-Fahrer rumänischer Nationalität stadtauswärts die Stuttgarter Straße in Freudenstadt entlang. Dabei beschleunigte er seinen Wagen auf bis zu 160 km/h, obwohl nur 50 km/h erlaubt waren, und überfuhr eine rote Ampel an der Kreuzung. Gegen 1:30 Uhr fuhr der 25-Jährige mit einem Ford erneut die Stuttgarter Straße in Richtung Aach. Aufgrund überhöhter Geschwindigkeit verlor er die Kontrolle über das Fahrzeug und kollidierte mit einer Fußgängerampel am Straßenrand. Der Ford überschlug sich mehrmals und kam schließlich auf dem Dach zum Stillstand. Niemand wurde verletzt. Es entstand ein Sachschaden von 6.000 Euro.
In einem anderen Fall sollen sich ein 55-Jähriger und ein 20-Jähriger am 8. September um 15:00 Uhr einer Polizeikontrolle durch Flucht entzogen haben. Die beiden Motorradfahrer waren zunächst auf der B294 in Richtung Besenfeld aufgefallen, wo sie angeblich über 200 km/h fuhren. Als sie kontrolliert werden sollten, bremsten beide plötzlich ab, drehten auf der Straße um und flüchteten mit hoher Geschwindigkeit in die entgegengesetzte Richtung. Während der Fahndung wurde eines der Motorräder erneut gesichtet. Auch hier soll der Fahrer einer Kontrolle entkommen sein. Die Verfolgungsjagd musste abgebrochen werden, da die rücksichtslose Fahrweise des Beschuldigten eine Gefährdung Dritter darstellte.
Nach umfangreichen Ermittlungen der Polizei wurden von den jeweiligen Staatsanwaltschaften mehrere Durchsuchungsbeschlüsse beantragt. Am Donnerstag, den 17. September, und am Freitag, den 18. September, wurden die Wohnungen der Verdächtigen in Freudenstadt und Bad Wildbad durchsucht und Beweismittel sichergestellt. Die Fahrer erwartet eine Anzeige wegen des Verdachts auf ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.
Lukas Bleier, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Tübingen
Markus Wagner, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Rottweil
Anna Schwalbe, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Pforzheim
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Baden-Württemberg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 306644 Unfälle. Davon entfallen 33630 Unfälle auf Personenschäden, was 10.97% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 10355 Unfälle aus, was 3.38% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel betragen 1733, was 0.57% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 260926, was 85.09% ausmacht. In der Ortslage innerorts gab es 25663 Unfälle (8.37%), außerorts (ohne Autobahnen) 13562 Unfälle (4.42%) und auf Autobahnen 3369 Unfälle (1.1%). Die Anzahl der Getöteten betrug 369, Schwerverletzte 6139 und Leichtverletzte 36086.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 306.644 |
| Unfälle mit Personenschaden | 33.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 10.355 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.733 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 260.926 |
| Ortslage – innerorts | 25.663 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.562 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.369 |
| Getötete | 369 |
| Schwerverletzte | 6.139 |
| Leichtverletzte | 36.086 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








