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Friedrichshafen: Unfall in Tankstelle

Ein maskierter Mann versucht Raubüberfall zu begehen, wird von Mitarbeiter überwältigt. Polizei nimmt Täter fest, Ermittlungen laufen.

Foto: Depositphotos

Kressbronn (ost)

Am Montagabend, gegen 20:32 Uhr, ereignete sich ein ungewöhnlicher Vorfall in einer Tankstelle in der Lindauer Straße in Kressbronn. Ein vermummter Mann, der später als 29 Jahre alt identifiziert wurde, betrat die Tankstelle mit der klaren Absicht, einen Raubüberfall zu begehen. Dank der Aufmerksamkeit eines Tankstellenangestellten, der sein Eintreten bemerkte, konnte der Überfall jedoch vereitelt werden.

Kurz nachdem der vermummte Mann die Tankstelle betreten hatte, griff der Tankstellenmitarbeiter ein, was zu einem heftigen Handgemenge führte. Trotz der vermummten Identität des Angreifers und seiner offensichtlichen Absicht, Gewalt anzuwenden, gelang es dem Angestellten, den Täter aufgrund seiner körperlichen Überlegenheit festzuhalten. Während des Handgemenges informierte der Angestellte sofort die Polizei über den Notruf, um Hilfe zu bekommen.

Beamte des Polizeireviers Friedrichshafen kamen kurz darauf an und konnten den festgehaltenen Täter widerstandslos verhaften. Im Zuge der folgenden Ermittlungen durch den Kriminaldauerdienst wurde bei dem 29-Jährigen ein Elektroschocker entdeckt, was den Verdacht auf einen versuchten schweren Raubüberfall bestätigt. Sowohl der Täter als auch der Tankstellenmitarbeiter erlitten leichte Verletzungen während der körperlichen Auseinandersetzung. Während der Täter ärztlich untersucht wurde, lehnte der Angestellte dies ab, obwohl er ebenfalls leicht verletzt war. Nach Rücksprache mit dem Bereitschafts-STA wurde die vorläufige Festnahme aufrechterhalten. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Presseportal

Raubstatistiken in Baden-Württemberg für 2022/2023

Die Raubüberfallraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 3042 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 3782 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 2037 im Jahr 2022 auf 2518 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 2602 im Jahr 2022 auf 3202 im Jahr 2023. Darunter waren 2369 männliche Verdächtige und 233 weibliche Verdächtige im Jahr 2022, während es 2906 männliche und 296 weibliche Verdächtige im Jahr 2023 gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1313 im Jahr 2022 auf 1674 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 3.042 3.782
Anzahl der aufgeklärten Fälle 2.037 2.518
Anzahl der Verdächtigen 2.602 3.202
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.369 2.906
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 233 296
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.313 1.674

Quelle: Bundeskriminalamt

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