Eine verbale Streitigkeit am Badesee endete in einer brutalen Attacke mit Flaschen und Schlägen. Ein 18-Jähriger musste zweimal operiert werden.
Friesenheim: Offenburg – Auseinandersetzung eskaliert

Offenburg (ost)
Durch die bisherigen kriminalpolizeilichen Untersuchungen konnte der mutmaßliche Tathergang der Vorfälle inzwischen rekonstruiert werden. Es wird berichtet, dass die angegriffene Gruppe von drei Personen und andere Zeugen sich am Badesee aufhielten, als sie auf die beiden Beschuldigten und einen weiteren Begleiter trafen. Dabei kam es aus bisher unbekannten Gründen zu einem verbalen Streit, bei dem ein 19-Jähriger seinem ein Jahr jüngeren Gegenüber mindestens einmal ins Gesicht stach, nachdem er eine Flasche zerbrochen hatte. Ein anderer 19-Jähriger schlug währenddessen einem 20-Jährigen ins Gesicht, bevor er versuchte, den 20-Jährigen ebenfalls mit der Flasche anzugreifen. Ein 19-Jähriger aus der angegriffenen Gruppe griff ein und versuchte, den Angreifer mit der Flasche zu stoppen. Trotzdem erlitt der 20-Jährige Prellungen, Schürfwunden und oberflächliche Schnittverletzungen durch Tritte, Schläge, Bisse und die Flasche. Ein unbekannter Begleiter der Angreifer soll sich zu Beginn des Vorfalls vom Tatort entfernt haben und war nicht weiter involviert.
Der 18-jährige, der mit der Flasche angegriffen wurde, musste bereits zweimal operiert werden und wird weiterhin stationär behandelt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Offenburg wurde gegen den 19-Jährigen, der sein Opfer mit einer Flasche attackiert haben soll, Haftbefehl wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung erlassen. Er wurde anschließend inhaftiert. Die Ermittlungen zur Motivation dauern an.
/rs
Nachricht vom Dienstag, 2. Juni 2026, 15:50 Uhr
Offenburg – Streit eskaliert / Aktualisierung
Bei den bisherigen Ermittlungen stellte sich heraus, dass am frühen Dienstagmorgen insgesamt je drei Personen aus zwei Gruppen aufeinander trafen. Einer der festgenommenen 19-jährigen mutmaßlichen Täter soll seinem 18-jährigen Gegenüber mit einer Bierflasche mehrfach ins Gesicht gestochen haben. Der 18-Jährige erlitt schwere Verletzungen im Mundbereich und wurde zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Ein 20-Jähriger mit leichten Schnitt- und Schürfwunden wurde in der Nähe festgestellt und gehört vermutlich zur Gruppe des 18-Jährigen. Der Täter, der den 18-Jährigen mit der Flasche verletzte, soll während der Tat geäußert haben, sein Opfer töten zu wollen. Die mutmaßlichen Täter waren mit einem Mietwagen in Richtung Lahr unterwegs. Die Polizei konnte das Fahrzeug in Friesenheim stoppen und die beiden 19-jährigen Tatverdächtigen festnehmen. Einer von ihnen musste mit Schnittwunden an der Hand ins Krankenhaus gebracht werden. Der andere wurde zum Polizeirevier Offenburg gebracht. Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0781 21-2820 zu melden.
/rs
Ursprungsmeldung vom Dienstag, 2. Juni 2026, 11:03 Uhr
Offenburg – Streit eskaliert
Ein zunächst verbaler und dann körperlicher Streit zwischen mehreren miteinander bekannten, größtenteils aus Syrien stammenden Männern eskalierte in den frühen Morgenstunden des Dienstags und führte zu Ermittlungen wegen versuchten Totschlags. Zeugen zufolge kam es gegen 1.45 Uhr zu den Angriffen, die die Polizei alarmierten. Bei ihrer Ankunft am Gifizsee konnten die Beamten zunächst niemanden finden. Bei der Suche stießen sie schließlich auf zwei Männer, von denen einer blutende Gesichtsverletzungen aufwies. Der andere Mann war der Anrufer des Notrufs. Der Schwerverletzte wurde von Rettungsdienst und Notarzt versorgt und ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei konnte die beiden flüchtigen Tatverdächtigen in Friesenheim festnehmen. Die Ermittlungen zu den Vorfällen und den Beteiligten dauern an.
/ks
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Mordraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 315 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 338 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 304 auf 312. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 381 auf 402, wobei der Anteil der männlichen Verdächtigen mit 363 deutlich höher war als der der weiblichen Verdächtigen mit 39. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 165 auf 211. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 315 | 338 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 304 | 312 |
| Anzahl der Verdächtigen | 381 | 402 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 345 | 363 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 36 | 39 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 165 | 211 |
Quelle: Bundeskriminalamt








