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Gaggenau: Verfolgungsfahrt endet in Kollisionen mit Polizeifahrzeug

Ein 39-jähriger Autofahrer entzieht sich einer Kontrolle, kollidiert mehrmals mit Polizeiwagen und gefährdet Verkehrsteilnehmer.

Foto: unsplash

Loffenau, Gaggenau (ost)

Ein 39-jähriger Autofahrer wurde am Montagabend in der Gegend von Gaggenau nach einer aufsehenerregenden Fahrt mit mehreren Kollisionen mit einem Polizeifahrzeug versucht zu kontrollieren.

Um 21 Uhr wurde ein Mazda-Fahrer im Bereich Loffenau gemeldet, der durch sein Fahrverhalten auffällig war. Als er aus Richtung Bad Herrenalb kam, versuchten Beamte des Polizeireviers Gaggenau, den Fahrer am Ortseingang von Loffenau zu stoppen. Dieser stoppte jedoch nicht und fuhr dann mit überhöhter Geschwindigkeit durch den Ort in Richtung Gernsbach.

Am Ortsausgang gelang es einem der beiden Streifenwagen, den Mazda zu überholen, um ihn zum Anhalten zu bringen. Der 39-Jährige überholte daraufhin den vorderen Streifenwagen, geriet auf den Grünstreifen und prallte gegen die rechte Seite des Polizeiautos. Danach fuhr er innerhalb geschlossener Ortschaften teilweise mit deutlich über 100 Stundenkilometern und ignorierte mehrere rote Ampeln.

Die Verfolgung setzte sich dann bis zur B462 fort. In der Nähe von Hörden konnte der Mazda erneut vom zuvor berührten Streifenwagen überholt werden. Der 39-Jährige drehte dann sofort um und fuhr zurück in Richtung Gernsbach, wo er an einer Tankstelle erneut die Richtung änderte und in Richtung Gaggenau fuhr.

In der Nähe der Abfahrt Ottenau gelang es den Beamten aus Gaggenau schließlich, den Fahrer zu stoppen. Als ein Polizist aus seinem Fahrzeug stieg, um zu kontrollieren, fuhr der Mazda-Fahrer zurück und beschleunigte erneut. Dabei fuhr er direkt auf den Polizisten zu. Der Beamte musste ausweichen, um nicht getroffen zu werden. Gleichzeitig sprühte er durch das geöffnete Fenster des Mazda mit Pfefferspray. Der Enddreißiger setzte seine Flucht fort und stieß erneut gegen das bereits berührte Polizeifahrzeug.

Der Mann fuhr nun weiter in Richtung Gaggenau, wo er auf Höhe der Abfahrt Gaggenau-Mitte erneut vom beschädigten Streifenwagen überholt werden konnte. Zusammen mit dem zweiten Streifenwagen konnte der Mazda erneut gestoppt werden. Dabei fuhr der 39-Jährige in die linke Seite des Polizeiautos und kollidierte auch mit der Leitplanke.

Bei dem Mazda-Fahrer wurde anschließend eine Alkoholkonzentration von etwa zwei Promille festgestellt. Neben den Streifenwagen war auch ein Polizeihubschrauber an der Verfolgung beteiligt.

Weder die Polizisten noch der Mazda-Fahrer wurden bei dem Einsatz verletzt. Der Schaden am Mazda wird auf 700 Euro geschätzt, der Schaden am beschädigten Streifenwagen beträgt nach aktuellen Schätzungen 60.000 Euro. Beide Fahrzeuge wurden abgeschleppt. Während der Verfolgung entging der Mazda-Fahrer mehrmals knapp einer Frontalkollision mit dem Gegenverkehr. Betroffene Verkehrsteilnehmer werden gebeten, sich unter der Rufnummer: 07221 97230-0 mit den Ermittlern des Verkehrsdienstes Baden-Baden in Verbindung zu setzen.

/lh

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Baden-Württemberg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 306644 Unfälle. Darunter gab es 33630 Unfälle mit Personenschaden, was 10.97% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 10355 Fälle aus, was 3.38% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1733 Fällen registriert, was 0.57% aller Unfälle entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 260926 Fälle (85.09%). In der Ortslage innerorts ereigneten sich 25663 Unfälle (8.37%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 13562 Fälle (4.42%) und auf Autobahnen 3369 Fälle (1.1%). Insgesamt gab es 369 Getötete, 6139 Schwerverletzte und 36086 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 306.644
Unfälle mit Personenschaden 33.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 10.355
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.733
Übrige Sachschadensunfälle 260.926
Ortslage – innerorts 25.663
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.562
Ortslage – auf Autobahnen 3.369
Getötete 369
Schwerverletzte 6.139
Leichtverletzte 36.086

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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