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Geiselnahme in Stuttgart: 18-Jähriger erpresst und festgehalten

Polizei durchsucht Wohnungen von Tatverdächtigen, ein 17-Jähriger in Haft, weitere Ermittlungen laufen.

Foto: unsplash

Stuttgart/Fellbach/Ludwigsburg (ost)

Am Donnerstag, den 25.06.2026, haben Polizeibeamte zwölf Wohnungen von Verdächtigen in Stuttgart, Fellbach und Ludwigsburg durchsucht. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, an einer Geiselnahme eines 18-Jährigen am 12.03.2026 beteiligt gewesen zu sein. Drei Verdächtige im Alter von 16, 17 und 18 Jahren sollen den 18-Jährigen am 12.03.2026 an der Haltestelle Alte Kelter in Fellbach aufgesucht, bedroht und mehrere Tausend Euro von ihm gefordert haben. Da er das Geld nicht aufbringen konnte, sollen sie ihn festgehalten und zunächst in die Weinberge am Rotenberg gebracht haben. Dort sollen sie den 18-Jährigen mit anderen Verdächtigen geschlagen und Bilder der Verletzungen an dessen Eltern geschickt haben, um sie zu erpressen. Anschließend sollen die Verdächtigen den 18-Jährigen in ein Hotel in Stuttgart gebracht und über Nacht festgehalten haben. Am 13.03.2026 nahmen die Beamten bereits fünf Verdächtige in Untertürkheim fest und befreiten den 18-Jährigen, mit dem sie unterwegs waren. Offene Geldforderungen könnten den bisherigen Ermittlungen zufolge der Auslöser der Tat gewesen sein.

Ein 17-jähriger deutscher Staatsbürger wurde noch am selben Tag einem Haftrichter vorgeführt, der den Haftbefehl in Vollzug setzte und den Verdächtigen vorübergehend in eine Justizvollzugsanstalt einwies. Später wurde der Haftbefehl aufgehoben und der 17-Jährige in eine Jugendeinrichtung gebracht. Die anderen Verdächtigen im Alter von 16, 19, 21 und 22 Jahren wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen freigelassen. Intensive Ermittlungen der Kriminalpolizei führten zu weiteren neun Verdächtigen im Alter zwischen 18 und 21 Jahren. Umfangreiches Beweismaterial wurde beschlagnahmt und muss nun ausgewertet werden. Die weiteren Verdächtigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen freigelassen. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Presseportal

nf24