Ein 60-jähriger Mann wurde Opfer eines mutmaßlichen Geldanlagebetrugs im Internet, bei dem er über 200.000 Euro verloren hat.
Geldanlagebetrug in Offenburg

Offenburg (ost)
Von März bis Juni 2026 fiel ein 60-jähriger Mann aus Offenburg mutmaßlich einem Internet-Investmentbetrug zum Opfer. Die rund 200.000 Euro, die er investiert hatte, dürften unwiederbringlich verloren sein. Laut den bisherigen Informationen wurde der Mann über eine Dating-Plattform auf eine scheinbar lukrative Investitionsmöglichkeit aufmerksam gemacht. Durch das Versprechen hoher Renditen ließ er sich dazu verleiten, über eine Online-Plattform einen beträchtlichen Geldbetrag zu investieren. Als er sein angeblich gewinnbringend angelegtes Kapital und die vermeintlichen Erträge auszahlen lassen wollte, wurde er von den Plattformbetreibern aufgefordert, weitere 45.000 Euro zu zahlen.
Die Polizei warnt vor sogenannten Cybertrading-Betrugsmaschen. Anleger sollten bei ungewöhnlich hohen Gewinnversprechen und Aufforderungen zu weiteren Zahlungen für Auszahlungen besonders wachsam sein. Es wird empfohlen, die Seriosität von Online-Plattformen vor Investitionen sorgfältig zu prüfen und bei Bedenken fachkundigen Rat einzuholen.
Hinweise der Polizei zum Deliktsphänomen Cybertrading-Fraud. Cybertrading-Fraud bedeutet Betrug beim Online-Handel mit Finanzprodukten. Menschen werden im Internet dazu verführt, Geld in gefälschte oder betrügerische Investitionen zu stecken – beispielsweise in Aktien, Kryptowährungen oder andere Finanzprodukte. Die Betrüger nutzen oft falsche Handelsplattformen oder geben sich als seriöse Finanzberater aus. Sie versprechen hohe Gewinne, doch das investierte Geld verschwindet in Wirklichkeit und die Opfer verlieren ihre Ersparnisse.
Wie gehen die Betrüger vor? Der Betrug beim Online-Trading beginnt häufig mit verlockenden Versprechungen hoher Renditen. Durch Werbung oder gezielte Suche nach Investitionsmöglichkeiten im Internet, insbesondere im Bereich der Kryptowährungen, können Sie auf betrügerische Angebote stoßen. In der Regel werden Sie auf eine professionell und seriös wirkende Plattform eingeladen, um sich zu registrieren. Nach der Anmeldung kontaktiert Sie ein angeblicher Broker oder eine angebliche Brokerin. Sie werden gedrängt, eine geringe Erstinvestition von beispielsweise 250 Euro zu tätigen. Diese ist sofort erfolgreich und Sie erzielen rasch Gewinne. Gelegentlich erhalten Sie auch kleinere Auszahlungen. Die anfänglichen Erfolge und das intensive Einwirken der Brokerin oder des Brokers, durch wiederholte Telefonanrufe oder Messenger-Nachrichten, verleiten Sie dazu, mehr Geld zu investieren. Doch sobald Sie Gewinne auszahlen lassen wollen, treten Probleme auf: Die Plattform lehnt die Auszahlung ab. Die Geldanlagen haben sich so schlecht entwickelt, dass ein Totalverlust droht. Die Plattform ist nicht mehr erreichbar oder existiert nicht mehr. Der Broker oder die Brokerin verlangt weitere Geldbeträge (Gebühren oder Gewinnsteuer), um die Auszahlung zu ermöglichen. Eine tatsächliche Investition findet nie statt. In allen Fällen ist ein Verlust Ihres Vermögens zu erwarten.
Wie können Sie sich vor solchen Betrügereien schützen und falsche Investitionen erkennen?
oder einer unabhängigen Finanzberatung und lassen Sie Angebote prüfen.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.polizei-beratung.de .
/al
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 11144 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 13531 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 4056 auf 4420. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 3146 auf 3473, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 2153 auf 2380 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 993 auf 1093 anstieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1119 auf 1331. Im Vergleich dazu hatte die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 11.144 | 13.531 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 4.056 | 4.420 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.146 | 3.473 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.153 | 2.380 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 993 | 1.093 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.119 | 1.331 |
Quelle: Bundeskriminalamt








