Mehr als 9.000 Verkehrsteilnehmer wurden beanstandet, vor allem Motorradfahrer im Fokus. Überhöhte Geschwindigkeit bleibt Hauptursache für Unfälle.
Geschwindigkeitskontrollwoche in Mittelbaden

Mittelbaden (ost)
Die Speed Control Week vom 3. bis 9. August 2026 hat zu zahlreichen Verstößen geführt. Über 9.000 Verkehrsteilnehmer wurden beanstandet, wobei ein Messanhänger auf der Autobahn für fast 90 Prozent der festgestellten Verstöße verantwortlich war. Überhöhte Geschwindigkeit bleibt weiterhin an erster Stelle der häufigsten Unfallursachen, daher sind entsprechende Kontrollen im Hinblick auf die Unfallzahlen unerlässlich. Neben den Messanhängern waren auch Laser- und Geschwindigkeitsmessgeräte im Einsatz. Bei den Kontrollen wurde besonders auf das Verhalten von Motorradfahrern geachtet, die bei festgestellten Geschwindigkeitsüberschreitungen sofort aus dem Verkehr gezogen wurden. Es ist wichtig, in den Kontrollgesprächen nicht nur den erhobenen Zeigefinger zu zeigen, sondern auch auf die Gefährlichkeit und die Folgen von zu schnellem Fahren hinzuweisen. Im Juli 2026 haben allein fünf Motorradfahrer durch Eigenverschulden ihr Leben auf der Straße verloren.
In 99 Fällen lagen die gemessenen Verstöße mehr als 40 Stundenkilometer über der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, was neben einem saftigen Bußgeld auch ein mehrwöchiges Fahrverbot für die Betroffenen bedeutet.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Baden-Württemberg im Jahr 2023 zeigt insgesamt 306644 Unfälle. Davon waren 33630 Unfälle mit Personenschaden, was 10.97% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 10355 aus, was 3.38% der Gesamtzahl ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1733 Fällen registriert, was 0.57% entspricht. Der Großteil der Unfälle, nämlich 260926, waren Übrige Sachschadensunfälle, was 85.09% ausmacht. In der Ortslage innerorts ereigneten sich 25663 Unfälle (8.37%), außerorts (ohne Autobahnen) 13562 Unfälle (4.42%) und auf Autobahnen 3369 Unfälle (1.1%). Insgesamt gab es 369 Getötete, 6139 Schwerverletzte und 36086 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 306.644 |
| Unfälle mit Personenschaden | 33.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 10.355 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.733 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 260.926 |
| Ortslage – innerorts | 25.663 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.562 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.369 |
| Getötete | 369 |
| Schwerverletzte | 6.139 |
| Leichtverletzte | 36.086 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








