Manolis Karatzaidis flüchtete nach einem tödlichen Streit, seitdem unbekannter Aufenthaltsort.
Giengen an der Brenz: Flucht nach mutmaßlichem Mord

Stuttgart (ost)
Am Sonntag, den 18. September 2016, soll sich Manolis Karatzaidis angeblich im Bistro „Palma“ seines Schwagers in Heidenheim aufgehalten haben. Es wird behauptet, dass in den frühen Morgenstunden ein Streit zwischen den beiden ausgebrochen sei, bei dem Manolis Karatzaidis angeblich seinen Schwager mit vier Schüssen getötet haben soll.
Angeblich soll Manolis Karatzaidis nach der Tat mit einem auffälligen orangefarbenen BMW-Cabrio mit HDH-Kennzeichen geflohen sein. Am Abend desselben Tages wurde das Fahrzeug auf einem Feldweg in der Nähe der Autobahnausfahrt Giengen entdeckt. Möglicherweise ist der Verdächtige dann per Anhalter weitergereist. Seitdem fehlt von Manolis Karatzaidis jede Spur.
Beschreibung der Person:
Manolis Karatzaidis ist 1,70 m groß, hat braune Augen und markante Tätowierungen, darunter eine Schlange am linken Oberarm, ein Kreuz auf der rechten Schulter und eine Cobra auf der rechten Wade. Er beherrscht mehrere Sprachen, darunter Deutsch, Russisch, Griechisch und Türkisch. Früher war er als Bauhelfer tätig.
In der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY… Ungelöst wurde der Fall am 12. Februar 2025 vorgestellt. Die Sendung ist in der ZDF-Mediathek unter https://www.zdf.de/gesellschaft/aktenzeichen-xy-ungeloest/aktenzeichen-xy-ungeloest-vom-12-februar-2025-100.html abrufbar.
Die Staatsanwaltschaft Ellwangen und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg bitten um Ihre Unterstützung. Wer hat Informationen zum aktuellen Aufenthaltsort von Manolis Karatzaidis oder kann Hinweise geben, wo er sich seit seiner angeblichen Flucht im September 2016 aufgehalten hat?
Für Hinweise, die zur Festnahme von Manolis Karatzaidis führen, wurde von der Staatsanwaltschaft Ellwangen eine Belohnung in Höhe von 4.000 Euro ausgesetzt.
Hinweise nimmt das Landeskriminalamt Baden-Württemberg unter der Telefonnummer 0711 5401-3360 oder per E-Mail unter stuttgart.lka.hinweise@polizei.bwl.de entgegen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Mordraten in Baden-Württemberg stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 315 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 338 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 304 im Jahr 2022 auf 312 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 381 im Jahr 2022 auf 402 im Jahr 2023, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 345 auf 363 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 36 auf 39 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 165 im Jahr 2022 auf 211 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu wurden im Jahr 2023 in Nordrhein-Westfalen die meisten Mordfälle in Deutschland verzeichnet – insgesamt 470.
2022 | 2023 | |
---|---|---|
Anzahl erfasste Fälle | 315 | 338 |
Anzahl der aufgeklärten Fälle | 304 | 312 |
Anzahl der Verdächtigen | 381 | 402 |
Anzahl der männlichen Verdächtigen | 345 | 363 |
Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 36 | 39 |
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 165 | 211 |
Quelle: Bundeskriminalamt