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Gögglingen-Donaustetten: Verkehrsunfälle auf B30, Fehlverhalten in Rettungsgasse

Am Samstagnachmittag kam es zu zwei Verkehrsunfällen auf der B30 mit Personen- und Sachschaden. Zusätzlich wurde gravierendes Fehlverhalten bei der Bildung einer Rettungsgasse festgestellt.

Foto: Depositphotos

Ulm (ost)

Am Samstagnachmittag gegen 16.00 Uhr ereignete sich auf der B30 zwischen Donaustetten und Wiblingen in Fahrtrichtung Ulm ein Verkehrsunfall, bei dem zwei Personen verletzt wurden und erheblicher Sachschaden entstand. Zwei Autofahrer, ein 42-jähriger und ein 28-jähriger Mann, fuhren auf der B30 in Richtung Ulm. Der 42-jährige Fahrer, der die linke Spur befuhr, verlor aus bisher unbekannten Gründen die Kontrolle über sein Fahrzeug, beschleunigte unkontrolliert und kollidierte nach dem Verlassen der Fahrbahn mit der Leitplanke und dann mit dem Auto des 28-jährigen Fahrers. Der 28-jährige Fahrer erlitt leichte Verletzungen. Der 42-jährige Fahrer wurde schwer verletzt und ins Krankenhaus gebracht, um medizinisch versorgt zu werden. Der Unfall verursachte einen Sachschaden in Höhe von etwa 15.000 Euro.

Ein weiterer Unfall ereignete sich fast gleichzeitig auf der Gegenfahrbahn, als ein 20-jähriger aufgrund einer plötzlichen Bremsung eines vor ihm fahrenden Autos in dessen Heck fuhr und dann in die Leitplanke prallte. Der Fahrer des ersten Autos erlitt eine leichte Schürfwunde am rechten Bein, während der Fahrer des zweiten Autos unverletzt blieb. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit, es entstand ein weiterer Sachschaden von etwa 20.000 Euro.

Zusätzlich fielen viele Autofahrer durch schwerwiegendes Fehlverhalten bei der Bildung einer Rettungsgasse und danach auf. Es kam z.B. vor, dass in der Rettungsgasse gewendet und entgegen der Fahrtrichtung zurückgefahren wurde. Eine Vielzahl von Anzeigen und Hinweisen zu diesem Verhalten gingen bereits bei der Polizei ein und werden bearbeitet. Die betroffenen Fahrer müssen in den nächsten Wochen mit Bußgeldbescheiden rechnen. Die Ulmer Polizei ermittelt weiter und nimmt Hinweise unter der Telefonnummer 0731/1883812 entgegen.

Die B30 musste für etwa eine Stunde vollständig gesperrt werden, um den Unfall aufzunehmen. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit einem Rettungshubschrauber sowie ausreichend Personal und Fahrzeugen vor Ort.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg für 2023

Im Jahr 2023 gab es insgesamt 306644 Verkehrsunfälle in Baden-Württemberg. Davon waren 33630 Unfälle mit Personenschaden, was 10.97% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 10355 Fälle aus, was 3.38% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1733 Fällen registriert, was 0.57% der Gesamtzahl ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 260926 Fälle, was 85.09% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 25663 Unfälle (8.37%), außerorts (ohne Autobahnen) 13562 Unfälle (4.42%) und auf Autobahnen 3369 Unfälle (1.1%). Insgesamt gab es 369 Getötete, 6139 Schwerverletzte und 36086 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 306.644
Unfälle mit Personenschaden 33.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 10.355
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.733
Übrige Sachschadensunfälle 260.926
Ortslage – innerorts 25.663
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.562
Ortslage – auf Autobahnen 3.369
Getötete 369
Schwerverletzte 6.139
Leichtverletzte 36.086

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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