Die Feuerwehr Stuttgart bekämpfte einen Großbrand auf dem Großmarkt in Stuttgart-Wangen. Über 200 Einsatzkräfte waren im Einsatz, um ein Übergreifen des Feuers zu verhindern.
Großbrand auf Stuttgarter Großmarkt

Stuttgart (ost)
Am Freitagabend um 22:40 Uhr wurde die Feuerwehr Stuttgart zu einem Großbrand auf dem Gelände des Großmarkts in Stuttgart-Wangen gerufen. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand eine Lagerhalle in Flammen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich das Feuer bereits auf eine benachbarte Halle ausgebreitet.
Insgesamt waren über 200 Feuerwehrleute, Rettungsdienstmitarbeiter und THW-Kräfte gleichzeitig im Einsatz. Am Samstagmorgen wurden die Einsatzkräfte ausgetauscht. Über den gesamten Zeitraum waren mehr als 350 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr, Werkfeuerwehr, Rettungsdienst und THW beteiligt. Auch die Polizei war mit vielen Einsatzkräften vor Ort.
Ein Übergreifen des Brandes auf weitere Hallen wurde verhindert
Dank eines massiven Löschangriffs konnte die Feuerwehr Stuttgart ein Übergreifen des Brandes auf weitere Hallen verhindern. Dafür wurden drei Drehleitern und zwei Teleskopmasten mit Wasserwerfern sowie sechs handgeführte Löschrohre am Boden eingesetzt. Außerdem kam ein ferngesteuertes Löschunterstützungsfahrzeug (LUF) in einem einsturzgefährdeten Bereich zum Einsatz. Der erfolgreiche Schutz vor einem Übergreifen des Brandes wurde durch geschmolzene Tore an den gefährdeten Gebäuden bestätigt.
Aufgrund des hohen Wasserbedarfs für die Brandbekämpfung wurde nicht nur Wasser über lange Strecken bereitgestellt, sondern auch Wasser aus dem Neckar mit Hochleistungspumpen entnommen. Der Neckar wurde mit einem Feuerwehrboot auf Verschmutzungen überwacht.
Ein Feuerwehrdrohne unterstützte die Löschmaßnahmen, um sie so effektiv wie möglich zu gestalten. Durch eine Wärmebildkamera konnten die Wasserwerfer präzise eingestellt werden, um den größtmöglichen Lösch-Erfolg zu erzielen.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung gab die Feuerwehr Stuttgart eine Gefahreninformation heraus und forderte die Bürgerinnen und Bürger in einem Umkreis von 4.000 Metern um die Brandstelle auf, Fenster und Türen zu schließen und Klima- und Lüftungsanlagen abzuschalten. Dieser Radius wurde am Samstagvormittag auf 1.000 Meter reduziert und um 14:45 Uhr vollständig aufgehoben. Die Feuerwehrspezialisten führten kontinuierlich Luftmessungen in der Umgebung durch, wobei zwar teilweise Geruchsbelästigungen und Sichtbehinderungen festgestellt wurden, aber keine kritischen Messergebnisse.
Eine große Herausforderung bestand darin, dass Teile der Hallen einsturzgefährdet waren und mehrere Brandherde von außen nicht erreichbar waren. Durch den Einsatz des THW konnten mit mehreren Baggern Gebäudeteile der einsturzgefährdeten Hallen und Brandtrümmer entfernt werden, was zu einer immer besseren Löschwirkung führte.
Am Samstagmittag um 12:30 Uhr konnte die Einsatzleitung „Brand unter Kontrolle“ vermelden. Die Arbeiten von Feuerwehr, THW und Privatunternehmen wurden aus Sicherheitsgründen am Samstagabend um 21:30 Uhr eingestellt. Die Feuerwehr wird die gesamte Nacht vor Ort sein. Am Sonntagvormittag wird das weitere Vorgehen mit allen Beteiligten abgestimmt.
Während des gesamten Einsatzzeitraums waren alle fünf Feuerwachen der Berufsfeuerwehr und alle 24 Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr in die Maßnahmen eingebunden. Sowohl vor Ort zur Besetzung der Feuerwachen als auch zur Ablösung für Parallelaktionen.
Die Größenordnung des Einsatzes spiegelte sich auch im Verbrauch wider. Über 200 Atemschutzgeräte und mehr als 300 Druckschläuche kamen zum Einsatz. Um die Einsatzmaterialien schnellstmöglich wieder einsatzbereit zu machen, wurde in mehreren Werkstätten der Feuerwehr Stuttgart ein dienstfreier Alarm ausgelöst. Dadurch stehen auch am Wochenende zusätzliche Mitarbeiter zur Verfügung.
Quelle: Presseportal








